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Die Blausäure in der Gattung Thalictrum

✍ Scribed by L. van Itallie


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1910
Tongue
English
Weight
313 KB
Volume
248
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


Mitteilungen aus dem pharmazeutisch-toxikologischen

Institut der Reichs-Univereitbt Leiden.

Die Blausgure in der Gattung Thalictrum.

Von L. v a n I t a l l i e .

(Eingegangen den 27. 11. 1910.)

Vor einigen Jahren (diese Zeitschrift 2 3 , S. 553, 1905) habe ich einiges uber das Vorkommen der Cyanwasserstoffsaure in Thalictrum aquilegifolium L. mitgeteilt. Diese Mitteilungen konnen jetzt einigermaBen ergiinzt werden.

Thallctrum aqulleglfolium L.

D i e V e r t e i l u n g d e r B l a u s i i u r e i n d e r P f l a n z e . Wie friiher mitgeteilt wurde, kann aus den Bliittern und auch &us dem Stengel der Pfknze, nach Mazeration mit Wasser, ein Blauskure und Aceton enthaltendes Destillat erhalten werden, nicht aber aus der Wurzel. Die Cyanwasserstoffsaure sollte nicht in freiem Zustand, sondern nur gebunden anweaend sein.

Dime Mitteilungen miissen etwaa berichtigt werden. Untersucht man Thalictrum aquklqifolium zu vemhiedenen Zeiten des Jahres, 80 sind die Ergebnisse nicht immer die gleiohen.

Bei meinen fortgesetzten . Untersuchungen hat sich ergeben, daB die Blausaure regelmaBig in freiem Zustande (event. schwach gebunden) nur in den BUttern vorkommt, und daB dieeelbe in gebundenem Zustande angetroffen wird in den Blattern, den Nebenbliittern, dem Stengel, der Bliite und dem Samen. In dem unterirdischen Teil findet sich Blausiiure weder frei noch gebunden.

Die Untersuchungen wurden mikro-und makrochemisch anges tellt.

Die Bllitter von Thalictrum aquilegifolium Bind zueammengesetzt, und zwar je nach der Varietiit zweifach oder dreifach gefiedert. Bei der letztgenannten Varietat findet man meistens kriiftigere Pflanzen, wie bei der erstgenannten. Der Blattstiel besitzt eine gut ausgebildete Scheide und ist dunkelviolett gefarbt. Dort, wo die Blettstielchen mit dem Stiel zusammentreffen, kommen drei Nebenblatterl) vor, und zwar zwei nach hinten, eim l) Obwohl diese Organe nicht a m FuDe der Blattspindel vorkommen, habe ich hier doch die Bezeichnung ,,Nebenblatt" gebraucht.


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Man kann Chlornlhydrat bis gegen 8000 erhitzen, ohne daea eine VefBndernng eintritt. \* ) Djese Berichte X, 1E27. ') Schon Scliiir hat an eine solche Interpretation gedacht, sie aber auf Cyan Ubertngen wollen und dan11 nus Griinden verworfen, welcbe mir nicht zureichenil zu sein scheineii (cf. 1. c