Die Bildung von Thiochrom und anderer fluoreszierender Substanzen in Blindproben bei der Vitamin-B1-Bestimmung nach der Thiochrommethode
✍ Scribed by Janicki, J. ;Kamínski, E. ;Bartold, Z.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1962
- Tongue
- English
- Weight
- 431 KB
- Volume
- 6
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Eine potentielle Fehlerquelle bei der Bestimmung des Vitamin % nach der Thiochrommethode ist die Blindprobe, bei der am hiiufigsten Natronlauge angewendet wird. Schon RIDYARD [I] hat darauf hingewiesen, daB die Blindproben bei Mehlen, die mit Calcium. Eisen und Vitaminen angereichert sind, eine starke Fluoreszenz aufweisen. Er konnte feststellen, daO die Blindwerte im alkalischen Milieu eine 10 bis zo-fache Fluoreszenz der nicht oxydierten Proben in saurem Milieu aufweisen.
- ANDREWS [3] stellte fest, daB die Ergebnisse der Vitamin-B,-Bestimmung nach der Thiochrommethode bei Anwendung von Natronlauge zur Herstellung der Blindprobe groDe Unterschiede aufweisen. Eines der bboratorien. das an den Gemeinschaftsuntersuchungen der Vitamin-Bestimmungen im Rahmen der ICC teilnimmt, hat uns die Fluoreszenz-MeBwerte der mit Natronlange hergestellten Blindproben zugesandt. Bei ein und derselben Robe waren die Resultate recht unterschiedlich; sie betrugen 4--6% der Fluoreszenz-Ablesungen.
Ein anderes an den Gemeinschaftsuntersuchungen teilnehmendes Laboratorium, das die Blindproben mit Natronlauge herstellte, fand bei Weizen eine Fluoreszenz von 11.8%. bei Mehl von 13,2% und bei der Vitamin-Standard-Losung von 14,2% der Ablesungen. So ist es verstandlich, daO die Endresultate sehr vaneinander abweichen.
J3ei unseren Untersuchungen iiber die Vitamin-%-Bestimmung in Getreide haben wir manch-ma1 sowohl bei reinen Standard-Usungen als auch bei Getreide-Extrakten eine ziemlich hohe Fluoreszenz der Blindproben festgestellt. Papierchromatographich haben wir nachweisen kiinnen daB in den Blindproben Thiochrom gebildet wird [8]. Der Rf-Wert des Thiochroms in der Blindprobe stimmte rnit dem des Thiochroms iiberein, das rnit Kalium-hexacyanoferrat(II1) in alkali-