Die Bestimmung der elastischen Konstanten optischer Gläser aus der Lichtbeugung an hochfrequent schwingenden Glaswürfeln
✍ Scribed by Clemens Schaefer; Ludwig Bergmann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1948
- Tongue
- English
- Weight
- 645 KB
- Volume
- 438
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Die Bestimmung der elastischen Konstanten optischer Claser aus der Lichtbeugung an hochfrequent schwingenden Claswiirfeln
Von Clemens X c h a e f e r und L u d w i g Bergmann (Mit 3 Abbildungen) Inhsltsubersicht Nach einem von den Verfassern angegebenen neuen optischen Verfahren werden die elastischen Konstanten von 155 optischen Glaserii untersucht. Die bei der Durchstrahlung eines hochfrequcnt schwingenden Glaswurfels mit sichtbarem Licht auftretende Beugungsfigur (Elastogramm) tbesteht aus zwei konzentrischen mit Interferenzpunkten besetzten Kreisen, dcren auderer von den transversalen und deren innerer von den longitudinalen Wellen irn Glas herriihrt. Das Verbaltnis der beiden Kreisradien liefert direkt den Querkontraktionskoeffizienten, wlihrend zur Berechnung von Elastizitats-und Torsionsmodul noch die Kenntnis der Dichte des Glases, der Anregungsfrequenz und der Apparatkonstanten notwendig ist.
Die Genauigkeit der Messungen liegt bei f 1%. Die besonderen Vorteile des Verfahrens sind:
-
Das Fehlen von Nachwirkungserscheinungen, da es sich um eine dynamische Methode handelt.
-
Die Moglichkeit in eiiier einzigen Messung sofort ein in sich geschlossenes System der elastischen Konstanten zu erhalten.
-
Die suflerordentliche Schnelligkeit der Untersuchung, da. die Messung an der fertigen Apparatur nur sehr wenig Justierarbeit und keine Glaskorper genau bekannter Dimensionen und bestimmter Gestalt erfordert.
% l
Die Messung der elastischen Konstanten von G-lasern ist ebenso wie die aiiderer isotroper Festkorper durch zwei verschiedene Methoden, das statische und das dynamische Verfahren, moglich. Z. B. laflt sich auf statischem Wege der E l a s t izitatsmodul E nach der von A. Konig') angegeben Methode aus der Durchbiegung eines an den Enden gelagerten und in der Dlitte belasteten Stabes ermitteln, mahrend sich der Torsionsmodul p aus der Yerdrillung eines einseitig eingeklemmten runden Stabes ergibt. Der mit diesen beiden Konstanten durch die Gleichung ( I = ---1 verknupfte Querkontraktionskoeffizient (Poissonsche Konstante), laat sich auderdem mittels der von Cornuz) angegebenen Ausmessung der sattelformigen Verwolbung einer gebogenen Platte mit einer 2 P 1) Wed. Ann. 28, 108 (1886). *) C. R. Acad. Sci. Paris 69, 333 (1869).