𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Die Beeinflussung des experimentellen Dinitrochlorbenzolekzems des Meerschweinchens durch den Histaminliberator 48/80

✍ Scribed by W. Raab


Publisher
Springer-Verlag
Year
1962
Tongue
English
Weight
795 KB
Volume
214
Category
Article
ISSN
0340-3696

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Verschiedene Diamine, Diamidine nnd Diguanidine besitzen die Fahigkeit, Histamin bUS menschlichem oder tierischem Gewebe freizusetzen (MAC I~TOSH U. P•TO)r Ein Kondensationsprodukt bus Formaldehyd nnd Pbramethoxyphenyli~thylmethylamin, Compound 48/80, ist dbs geoignetste Praparat dieser Gruppe [PAteN (b)]. Compound 48/80 ist ein Gemisch aus Dimeren, Trimeren und Tetrbmeren (BA~zLu BTzOX, D~ B~a u. W~BB). Die Verabreichung yon Compound 48/80 f/ihrt ira Tiervorsuch zur Freisetzung yon HistamJn, Serotonin and einer dritten, noch nicht identifizierten Snbsta~xz, die als ,,Slow reacting substance" bezeichnet wurde. Mbnche naeh Znfuhr von 48/80 buftretenden, in ihrem Meehanismus unklaren Ph~nomene werden in ihrer Ursbehe auf die Slow reacting substance zur/iekgeffihrt (S(3I~:EIF~'AI~TH, SCtYM]:D, ZIc~A u. Sc~n)).

Durch Anwendung yon 48/80 in tierexperimentellen Untersuohnngen liel~en sieh interessante Ergebnisse erzielen. Studien an inneren Organen (So~E~FAaT~, HESSE, ZIC~A U. Sev~rT1)) and an der Kaut (FIsctt-Etr u. KELLSTI~OM) gewi~hrben Einblick in die Re~ktionsweise des Histamins and ffihrten zur Erkenntnis der l%olle der Mastze]len bei der Kistaminfreisetzung.

In den letzten Jahren warden auch die l~eaktion des 1Y[enschen nach Zufuhr des Compound 48/80 gepriift. IntravenSse Injektion fiihrt zu Faraesthesien und bewirkt ein Absinken des Blutdruoks. An der K~ut treten Erytheme und ur~icarielle Efflorescenzen als Ausdruck der Kistaminfreisetzung auf (No~DLAZ~D]~R). Intracutan injiziert fiihrt 48/80 zur typisehen Histaminreaktion nuch L~wIs, zar ,,Triple response" (B~NST~IN u. F~rs~c). Die Intensifier der Reaktion ist ~bh~ngig vom Histamingehal~ der Haut. In akut-entziindlieh ver~nderter ttaut finder sioh weniger Histamin, es kann duher auch nur weniger ttistamin s werden and die Erfolgsreaktion f~llt schw~eher aus (1%~D, KI]S~A~D U. COD~). Das gleiehe gilt fiir die Verh~ltnisse beim Ekzem: in der Kant des lqearodermitikers verarsacht ein Kist~minlibera~or sehw~chere 1%e~ktionen als in gesunder Kant (lV[6~nn~ u. l~os~A~). Dieses Phgnomen k6nnte auch mit der Annahme einer Histamin-gewShnung der Kaut, etwa durch ErhShung des gistaminasegeh~ltes, erldi~rt werden. Der Histaminstoffwechse] der lJ[aut ist zweifelsohne bei den verschiedensten K~uterkrankungen yon groBer Bedeutung. Deshalb wird besonders yon seiCen der Dermatologen der Frage der ttistaminlibera%ion und ihrer Mlfi~lligen ~herapeutisohen Verwertbarkeit gr6~tes Interesse entgegengebraeht (BrsAzzi u. LA~D~; GAs-21*