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Die Bedeutung paralleler Antikörperbestimmungen in der Ätiologieforschung der Uveitiden

✍ Scribed by Sándor Bozsóky


Book ID
104654050
Publisher
Springer-Verlag
Year
1960
Tongue
English
Weight
342 KB
Volume
14
Category
Article
ISSN
0012-4486

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✦ Synopsis


Mit II Tabellen

Bei den immunologischen Forschungen bezfiglich Augenkrankheiten beschrfinkte man sich friiher im allgemeinen auf die Feststellung, ob gewisse Antik6rper im Serum bzw. Kammerwasser nachweisbar sind, und mit welchem Titer. Die bahnbrechenden Forschungen yon GOEDMANN 8~ WITMER (1954) erm6glichten eine weitgehend verfeinerte Analyse der Ergebnisse. Von den diesbezfiglichen, wohlbekannten Forschungsresultaten m6chten wit in aller Kiirze bloss auf einige Fragen hinweisen.

Die Uveitiden sind von einer mehr oder weniger ausgepr~gten Vermehrung der Proteine im Kammerwasser begleitet, was zum gr6ssten Tell durch den erh6hten l]berschritt der Serumeiweissk6rper verursacht wird. Mit Serumeiweiss gelangt Gamma-Globulin, mit den Gamma-Globulinen gelangen verschiedene Antik6rper aus dem Blur in das Kammerwasser. Der Gedankengang war im wesentlichen folgender: Man mfisse zun~ichst bestimmen, ob der Antik~Srpergehalt des Kammerwassers der durch die Entzfindung verursachten Eiweiss-bzw. Gamma-Globulinvermehrung entspricht oder nicht. Angenommen, dass das Gamma-Globulinniveau im Kammerwasser z.B. 1/10 des Serumspiegels betr~igt, so ist dementspre chend auch im Kammerwasser von verschiedenen Antik~Srpern beil~iufig 1/10 der im Serum enthaltenen Menge zu erwarten. Im Falle der Middlebrook-Dubos Reaktion z.B. bei einem Serum-Titer 1 : 200, sollte sich der Kammerwasser-Titer daher eigentlich auf 1 : 20 stellen. Wenn diesem, auf Grund der Gamma-Globulinverh~iltnisse berechneten, sogenannten S o 11 we r t der effektive Titerbefund nicht entspricht, sondern ein h~Sherer ist, so handelt es sich um eine intraoculare Antik6rpervermehrung. Das weist auf intraoculare Antik6rpererzeugung hin, wodurch hinwieder die Krankheit ~itiologisch bereits als gekl~irt erscheint.

Die meisten Autoren nehmen als Grundlage bei ihren Forschungen auf dem Gebiete der intraocularen Antik6rpererzeugung ffir die Berechnung des Sollwertes, bzw. der Antik6rper-Aktivit~it (Reziprok-Endtiter auf


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