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Die Bedeutung der pH-abhängigen Durchbruchsreaktionen bei NiCrMo-Werkstoffen in Medien der Chemie- und Umwelttechnik mit hohem Redoxpotential

✍ Scribed by Dr. C. Voigt; Dipl.-Chem. H. Werner; Dipl.-Ing. R. Kirchheiner; Dipl.-Chem. L. Schambach


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1995
Tongue
German
Weight
640 KB
Volume
46
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Abstract

Gegenüber CrNiMo‐Stählen zeigen NiCrMo‐Basislegierungen eine Besonderheit bei relativ positiven Potentialen. Infolge einer Durchbruchsreaktion, die nicht an die Gegenwart von Cl^−^ gebunden ist, lösen sich im pH‐Bereich 4–9 die Ni‐Legierungen stabil und gleichmäßig auf, wohingegen die Stähle keinen Angriff zeigen. Untersucht wurde das Phänomen an den Stählen 1.4563 (Nicrofer 3127 LC) und 1.4562 (Nicrofer 3127 hMo) sowie Ni‐Legierungen 2.4856 (Nicrofer 6020 hMo) und 2.4605 (Nicrofer 5923 hMo) in Cl^−^‐ und SO^2−^~4~‐Lösungen im pH‐Bereich von 3–10. In der Durchbruchsreaktion lösen sich Cr und Mo 6wertig, Ni 2wertig auf. Das Durchbruchspotential ist in Cl^−^‐ und SO‐Lösungen gleich und wird kaum vom Mo‐Gehalt beeinflußt. Die Reaktionsgeschwindigkeit nimmt mit steigendem Mo‐Gehalt der Legierung zu.

Diese Werkstoffeigenschaft der Ni‐Legierungen muß beachtet werden, wenn sie in praktischen, schwach sauren his schwach alkalischen Medien, die ein hohes Redoxpotential besitzen, eingesetzt werden sollen.