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Die Aufklärung der Isomerie-Ursachen bei äquatorial koordinierten 2 : 1-Arylazo-Co(III)-Komplexen mit Hilfe der kernmagnetischen Protonenresonanz

✍ Scribed by Guido Schetty; Eginhard Steiner


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1974
Tongue
German
Weight
908 KB
Volume
57
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Von methylgruppenhaltigen o, o‐′Dihydroxy‐diarylazo‐Liganden und ihren 1 : 2‐Co(III)‐Komplexen wurden die chemischen Verschiebungen (δ) der Methylprotonensignale im ^1^H—NMR.‐Spektrum bestimmt. Dabei wurde festgestellt, dass der Wert der chemischen Verschiebung von der Stellung der Methylgruppe am Arylrest und von ihrer relativen Lage zum koordinierten Stickstoffatom abhängt. Durch Vergleich der erhaltenen Werte, mit denen der entsprechenden methylgruppenhaltigen o, o′‐Dihydroxy‐diarylazomethine bzw. ihrer 1 : 2‐Co(III)‐Komplexe gelang es, Regelmässigkeiten zu finden, mit deren Hilfe als Isomerieursache bei 2 : 1‐Arylazo‐Co(III)‐Komplexen wechselweises Koordinieren der beiden Stickstoffatome (N~α~/N~β~‐Isomerie) bewiesen und das koordinierte Stickstoffatom bezeichnet werden konnte.

Ausserdem wurden an zwei Beispielen isomere 1 : 2‐Co(III)‐Komplexe nachgewiesen, in welchen das Metallin an das gleiche Stickstoffatom koordiniert ist, womit das frühere Postulat der Azo‐Hydroazon‐Tautomerie als eine weitere Isomerie‐Ursache in Metallkomplexen eine starke experimentelle Stütze erhalten hat.

Die Beobachtung zweier isomerer 1 : 2‐Co(III)‐Komplexe eines o, o′‐Dihydroxyazomethins legt in diesem Fall das gleichzeitige Vorliegen der Azomethin‐ und der Chinonmethidstruktur nahe.


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