𝔖 Bobbio Scriptorium
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Die Additionsverbindungen der Pentachloride von Niob und Tantal mit Phosphorchloriden

✍ Scribed by R. Gut; G. Schwarzenbach


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1959
Tongue
German
Weight
478 KB
Volume
42
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


in letzter Zeit im Hinblick auf ihre megliche Verwendung zur Trennung von Schwermetallcn erhohtes Interesse gefunclen und deren Struktur ist mehrmals diskutiert worden. Das veranlasst uns, die Erfahrungen, die wir an den analogen Verbindungen von KbC1, und I'aC1, gemacht haben, mitzuteilen. A . Phosphoroxychlorid-Addukte. -Auf die Tatsache, dass ru'bC1, und TaCl, niit POCl, Adduktc geben, wurden wir von Ih. W. SCHELLEH (CIBA AG., Basel) aufnicrksam gemacht, und sie ist spater auch in der Literatur12) erwahnt worden. Zur Herstellung werden NbCl, bzw. TaC1, einfach unter rigorosem Feuchtigkeitsausschluss in POC1, eingetragcn und der uberschuss des Phosphoroxychlorides weggedampft. Dann bleiben die 1 : 1-Vcrbindungen NbC1,,POC13 oder TaCl,,POCl, zuruck, die dann in einem geschlossenen und evakuierten Glasrohr destilliert werden kennen, wobei niehrere Millimeter lange, glasklare Prismen crhalten werden. Wic bci den Pentahalogeniden selbst, ist die Niobverhindung gelb und die Tantalverbindung farblos. Die Verbindungen fallen auch aus Losungen der Metallpentachloride in Tetrachlorkohlenstoff aus, wenn man Phosphorosychlorid hinzugibt. Als Losungsmittel, in welchem die Komponenten zusammengefiigt werden konnen, kann man auch Ather verwenden. Nachdem man diescn verdampft hat, bleiben nicht die von FAIRBROTHEl<13) beschriebenen Atherate, sondern die Phosphoroxychlorid-Addukte zuruck. Schlicsslich entstehen dieselben Addukte auch aus dem Metalloxychlorid, z. B. NbOC1, und Phosphorpcntachlorid (s. expcrimentellcr Tejl).