A remarkable collection of short stories and novellas from one of our greatest SF authors. This collection contains stories set in the worlds of the bestselling duology ULTIMA and PROXIMA, which expand on the characters and worlds of that series, including a brand new never-before-published novella.
Der schwarze Obelisk
✍ Scribed by Remarque, Erich Maria
- Publisher
- Kiepenheuer & Witsch
- Year
- 1998
- Tongue
- German
- Weight
- 320 KB
- Category
- Fiction
- ISBN-13
- 9783462019544
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✦ Synopsis
Es wird irgendwie immer verschwiegen, dass Erich Maria Remarque, der Autor von "Im Westen nichts Neues", auch noch andere gute Bücher verfasst hat. Bedeutungsmäßig stehen sie natürlich alle im Schatten seines grossen Antikriegsromans, qualitativ können sie mit ihm aber problemlos mithalten.
"Der schwarze Obelisk" ist so ein Buch.
Die Geschichte spielt 1923, zur Zeit der grossen Inflation. Der Krieg ist seit fünf Jahren beendet und auch der Kaiser war seitdem nicht mehr gesehen. Die Weimarer Republik versucht
sich experimentell an einer Demokratie, scheitert aber an den äußeren Umständen und der inneren Schwäche.
Der Protagonist heisst Ludwig Bodmer, zählt fünfundzwanzig Jahre, hat den Ersten Weltkrieg als fast Erwachsener erlebt und arbeitet bei der Grabsteinfirma Heinrich Kroll & Söhne. Es wird zwar immer gestorben, aber die Inflation entwertet das Geld so schnell, dass die Firma gut verdienend in den sicheren Ruin geht.
Namensgeber für das Buch ist übrigens ein besonders imposantes und skurriles Exemplar der Gattung Grabstein: der sogenannte schwarze Obelisk. Ein Grabstein, so übertrieben an Größe und Hässlichkeit, dass man annimmt, ihn wohl nicht losschlagen zu können. Als es eines Tages dennoch gelingt, ist die Geschichte des Buches auch an ihrem Wendepunkt angelangt.
Remarque entwirft hier ein lebendiges Gesellschaftsbild einer interessanten Zeit. Inmitten der Finanzkrise, demokratischen Wirren, aufkommenden Nationalismus und wiedererstarkter Kriegsbegeisterung versuchen Ludwig und seine Kameraden sich irgendwie durchs Leben zu schlagen. Remarque bedient sich hier eines lockeren Schreibstils (kein Vergleich zu dem manchmal bemüht wirkenden Weltkriegsroman) und der Schilderung absurder Situationen.
Das Buch weist sogar eindeutig witzige Passagen auf, die aber aufgrund des Hintergrundwissens beim Leser immer einen pessimistischen Beigeschmack erhalten.
Als Beispiel diene hier eine kurze Passage zum Schluss des Buches, in der sich Ludwig und seine Freunde in einer Strassenschlägerei gegen erste Nazis bewähren müssen. Einer der braunen Angreifer bekommt dabei einen Blumentopf übergezogen: "... eine blühende Granie wächst plötzlich aus dem pickeligen Schädel, wie aus einem speziell potenten Misthaufen [...] haben die Wurzeln der Geranie den Kopf so fest umrahmt, dass der pickelige Germane mit der Blume auf dem Haupt in die Knie sinkt. Er wirkt so wie ein lieblicherer Nachkomme seiner Vorfahren, die Ochsenhörner als Kopfzier trugen." (S. 300 f.)
Es scheint, als sähen die Hauptfiguren die schrecklichen Zeiten mit einem Gefühl der Hilflosigkeit voraus, von denen sie nur zehn Jahre entfernt sind. Aber wie sollten sie auch, ihr jetziges Leben ist hart und aufregend genug.
Vieles wird sarkastisch kommentiert, als ob die Protagonisten in eine prophetische Ohnmacht gefallen sind, die sie zwar alles Kommende dunkel erahnen, aber nicht verhindern lässt.
Wer also ein lebendiges Gesellschaftsprotrait der frühen zwanziger Jahre lesen möchte, greife unbedingt zu diesem Buch. Vieles aus der Zeit erschliesst sich einem ausgezeichnet aus dem Handeln und den Gedanken der Personen in diesem Buch.
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