Der Sauerstoffbedarf der Atmung bei Fischen nach Messungen an der narkotisierten Schleie (Tinca tinca)
✍ Scribed by Doris Schumann; Johannes Piiper
- Book ID
- 104763737
- Publisher
- Springer
- Year
- 1966
- Tongue
- English
- Weight
- 715 KB
- Volume
- 288
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
The 02 cost of breathing in fishes was studied in the teach (Tinca tinca). 111 fish lightly anaesthetised with urethane the respiratory water flowing out of the gills was measured by means of a chamber enclosing the gill slits. From the respiratory water flow and from the polarographiea]ly determined difference in 02 tension between inspired and expired water the 02 uptake was obtained. The 02 cost of breathing was calculated from the dependence of the 02 uptake upon variations of the respiratory water flow, taking into account results obtained from experiments with artificial perfusion of the gills after suppression of spontarmous respiration by succinylcholine.
With a respiratory flow rate just sufficient for supplying the 02 required the 02 cost of breathing was estimated at 30°/0, with a ventilation three times higher, at 50o/0 of the total 02 consumption of the fish. These values are compared with the corresponding values for air breathing in man.
Zusammen/assung. Der 02-Bedarf der Wasseratmuag bei Fischen wurde am Beispiel der Sehleie (Tinca tinca) untersucht. An mit Urethan leieht narkotisierten Schleien wurde das Atemzeitvolumen als der aus den KiemenspMten austretende Wasserstrom mit einer die Kiemenspa]ten umsch]iegenden Kammer gemessen. Aus dem Atemzeitvohimen und aus der polarographiseh gemessenen 02-Druckdifferenz zwischea Inspirations-und Exspirationswasser wurde die 02-Aufnahme erhalten. Der 02-Bedarf der Atmung wurde aus der Abhgngigkeit der 02-Aufnahme yore Atemzeitvohimen errechnet, wobei auch Messungea bei kiiastlicher Perfusion des Atemapparates nach Ateml/ihmung mit Sueeinylcholin beriicksichtigt wurden.
Bei einem niedrigen, gerade fiir die 02-Versorguag ausreichenden Atemzeitvohimen wurde der 02-Bedarf der Atmung auf 30o/0, bei einer dreimal h6heren Ventilation auf 50% des gesamten 02-Verbrauches des Fisches gesch~tzt. Diese Werte werden mit den entsprechenden Werten fiir die Luftatmung veto Menschen verglichen.
Beim Menschen betr/igt der 02-Bedarf der Atmung, d.h. der ftir die Atembewegungen ben6tigte Oe-Verbraueh, bei der normalen t~uheatmung und bei leicht gesteigerter Atmung nut wenige Prozent des gesamten O2-Verbrauehs (1)bersieht bei OTIS 1964). Da das Wasser im Vergleieh zur Luft einen niedrigen Q-Gehalt, eine hohe Z/~higkeit und eine groBe Diehte hat, l/~Bt sieh ftir die Wasseratmung ein wesentlieh hSherer Oe-Bedarf erwarten.