Der nutritive Wert von thermisch behandeltem Rapsextraktionsschrot erucasäure- und glucosinolatarmer Winterrapszuchtstämme. Versuche mit wachsenden Albinoratten und Broilern
✍ Scribed by Bock, H.-D. ;Ohff, R. ;Kesting, S. ;Heinz, T. ;Kreienbring, F. ;Mieth, G.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1986
- Tongue
- English
- Weight
- 578 KB
- Volume
- 30
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
Extraktionsschrot eines erucasaure-und glucosinolatarmen Zuchtstammes von Winterraps der Ernte 1982 und 1983 ist unter labortechnischen Bedingungen einem unterschiedlichen Dampferhitzungsregime unterzogen worden. Im Vergleich zu industriellem Schrot aus Rapssamen rnit Standardqualitat und zu unbehandeltem Schrot aus solchem rnit Doppelqualitat erwies sich eine thermische Behandlung hinsichtlich der angestrebten Verbesserung der Futtereffizienz bei Applikation an Ratten und Broiler als vorteilhaft. Bei Dampfung des Rapsextraktionsschrotes unter Optimalbedingungen erreichten die Versuchsgruppen in wesentlichen Priifkriterien die der rnit Sojaextraktionsschrot gefiitterte Kontrollgruppe.
Einleitung
In den Raps anbauenden Landern reichen die Bestrebungen der Tierernahrungsforschung zur Entwicklung von Verfahren, die eine optimale Nahrstoffverwertung aus Rapsextraktionsschrot (RES) bewirken, weit mruck [28]. Ab Mitte der funfziger Jahre wurden derartige Arbeiten in verschiedenen Landern verstarkt, wie einigen Ubersichtsarbeiten zu entnehmen ist [lo, 131. Die Untersuchungen waren dabei zunachst vorrangig auf die Anwendung chemischer bzw. physikalischer Verfahren zur Entfernung von Glucosinolaten und deren Spaltprodukten sowie weiterer antinutritiv wirkender Substanzen konzentriert [2, 7, 16, 20, 21, 25, 391. Infolge der damit verbundenen mehr oder minder hohen Nahrstoffverluste und des betrachtlichen verfahrenstechnischen Aufwandes sind jedoch selbst die wirkungsvollsten diesbezuglichen Technologien bisher nicht industriell genutzt worden.
Mit den zwischenzeitlichen Erfolgen bei der Zuchtung ercuasaure-und glucosinolatarmer bzw. -freier Sommerrapssorten, vor allem in Kanada [18, 371, gelang es ab Mitte der siebziger Jahre, auch Winterraps-Zuchtstamme rnit Doppelqualitat zu entwickeln. die in ihrem Ertragspotential das konventioneller Winterrapssorten nahezu erreichen [24. 26. 351. Wie mehrfach mitgeteilt wurde, envies sich jedoch auch eine Nachbehandlung von Schroten aus glucosinolatarmen Rapssamen als zweckmiiDig, um einen dem Sojaextraktionsschrot angenaherten Futterwert zu sichern [4, 9, 12, 27, 301. Neben den von uns bereits beschriebenen Untersuchungen zur Reduzierung der antinutritiven Substanzen aus RES konventioneller Sorten durch Anwendung biologischer Verfahren, beispielsweise Silierung [29], sowie verschiedener chemisch-physikalischer Verfahrensvarianten [8, 231 wurden auch die Einsatzmoglichkeiten von RES aus glucosino-