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Der mikrochemische Nachweis geringer Mengen von Arbutin und Urson in Pflanzen

โœ Scribed by Robert Fischer; Erich Linser


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1930
Tongue
English
Weight
410 KB
Volume
268
Category
Article
ISSN
0365-6233

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โœฆ Synopsis


Der mikrochemische Nachweis des Arbutins in der Pflanze griindet sich bekanntlich auf die Isolierung des bei der hydrolytischen Spaltung frei werdenden Hydrochinons durch Sublimation. In der Praxis wird eine geringe Menge des zu untersuchenden Materials mit Salzsaure befeuchtet und der Sublimation unterworfen. Es sublimiert nach dem Verdunsten der Flussigkeit das ganze Hydrochinon ab. Diese Methode laBt sich aber nur anwenden, wenn eine groBere Menge Arbutin vorhanden ist, wie z. B. bei Folia Uvae ursi, Pirola umbellata u. a. m. Bei geringem Gehalt hingegen liefert dic direkte Sublimation kein befriedigendes Resultat, teils weil die darin enthaltene Menge Arbutin bzw. Hydrochinon zu gering ist, teils weil andere fluchtige Stoffe mitsublimieren, das Sublimat verunreinigen und die damit durchr zufuhrenden Reaktionen storend beeinflussen. Es laBt sich daher auf diesem Wege eine kleine Menge Arbutin mikrochemisch n i c k eins wandfrei nachweisen.

Es wurde nun eine Methode angewendet. die besagte Schwierigs keiten vermeidet und es gestattet, Arbutin selbst bei spurenweisen Vorr kommen in 0.5 bis 1 .O g getrocknetem Pflanzenmaterial nachzuweisen und in kristatlisierter Form zu erhalten. Der Nachweis beruht auf der Spaltung des Arbutins, der Extraktion des erhaltenen Hydrochinons mit Ather aus der gepulverten Pflanze und dgr Verarbeitung des Atherextraktes in der Weise, wie es der eine von uns bereits beim Nachweis des Veronalsl) und des Kantharidinsl) beschrieben hat. Der das gesamte 'Hydrochinon enthaltende Atherextrakt wurde, in gewohns licher Weise in einer Schale verdunstet, wohl einen hauchdunnen Ruckstand hinterlassen, der sich aber nicht zusammenkratzen und der Sublimation unterwerfen laBt. Den Ruckstand direkt (nach Auflosung in Wasser) auf Hydrochinon zu priifen, fuhrt wegen der noch vorr handenen. aus der Pflanze gelosten Verunreinigungen zu keinem eins deutigem Resultat, da empfindliche Reagcnzien, wie ammoni akalische Silberlosung, auch mit anderen Korpern sich umsetzen.

Der Atherextrakt wird nun, und das ist das Wichtigste, in der Weise verdunstet, da8 der gesamte Ruckstand auf einem kleinen, etwa 1 qcm grol3em Fleck konzentriert abgelagert wird. Man erreicht dies dadurch, da8 man den Xther mit Hilfe eines Kapillartrichters auf den Boden des im Ulbade erhitzten Sublimationsrohrchens abtropfen la8t (etwa 20 Tropfen in der Minute). Man erhalt daselbst den gesamten Ruckstand und sublimiert diesen. An Stelle des Kapillartrichters kann auch ein Augentropfer verwendet werden, der, mit etwa 0.5 ccm Xther gefullt, schief uber das erhitzte Sublimationsrohrchen gehalten, den Ather meist selbsttatig in der erforderlichen Geschwindigkeit a b


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