Der lykische Dynast Arttumbara und seine Anhänger
✍ Scribed by Schürr, Dieter
- Book ID
- 115442557
- Publisher
- Akademie Verlag
- Year
- 2012
- Tongue
- German
- Weight
- 892 KB
- Volume
- 94
- Category
- Article
- ISSN
- 0075-6334
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✦ Synopsis
Zusammenfassung
Der Sieg des Perikle über Arttumbara ist auf dem Relief über dem Grab des Tebursseli in Limyra dargestellt, das mit Beischriften versehen ist (TL 104). Text und Bild sprechen dafür, daß der Dynast dabei getötet wurde, die Schlacht also erst einige Zeit nach der Münze stattfand, die er im pamphylischen Side um 370 v. Chr. prägte. In Pinara ließ Ddapssmma auf seinem Sarkophag vermerken, daß er urebillaha war, „als Lykien regierte Artttumbara“ (TL 11). Bei Tlos nennt Inguwe auf seinem Sarkophag Arttumbara zwischen dem späteren karischen Dynasten Idrieus und Alexander dem Großen (TL 29). Das folgende medese bezeichnet ihn nicht als ,Meder‘, wie seit langem angenommen wird, sondern ist eine Partikelkette, die den nächsten Satz einleitet. Pajawa in Xanthos ließ auf seinem prächtigen Sarkophag vermerken, daß er im Grabbezirk des A[rttumba]ra errichtet wurde (TL 40c), so daß dieser wohl in dem Grabpfeiler beigesetzt worden war, der den Sarkophag überragt. Der Name Pajawa ist pamphylisch, so daß er mit Arttumbara aus Side nach Lykien gekommen sein dürfte. Sein offenbar hohes Amt unter Arttumbara scheint mit manaχi(-ne) bezeichnet zu sein (TL 40a–b). Das Relief auf der linken Längsseite zeigt nach der Beischrift (TL 40d) die Überreichung einer Ehrengabe des Satrapen Autophradates ,vor‘ dem Dynasten, der folglich in dem Thronenden zu erkennen sein wird. In die Zeit des Arttumbara selbst dürfte die Kultstiftung des Izraza in Tlos (TL 26) gehören, wenn auch von der charakteristischen Datierung „als Lykien regierte“ nur der Beginn erhalten ist.
Dem Anspruch nach beherrschte Arttumbara ganz Lykien, in der Praxis aber wohl nur Westlykien. Er wurde auch nicht ,König‘ (χñtawati), sondern telẽzijẽ genannt, wie schon früher der Dynast Trbbenimi auf dem Agora-Pfeiler in Xanthos. In der Überlieferung der griechischen Insel Kastellorizo vor der Küste Lykiens lebte aber zumindest noch um 1900 die Erinnerung an einen König Artumberi fort, was auf eine griechische Inschrift zurückgehen muß.
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