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Der Kreislauf in Hypothermie

✍ Scribed by Walter Brendel; Claus Albers; Wolfgang Usinger


Publisher
Springer
Year
1958
Tongue
English
Weight
967 KB
Volume
266
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Die Notwendigkeit, Auskühlungsversuche an größeren Warmblütern in Narkose durchzuführen, bringt es mit sich, daß die am hypothermcn Kreislauf beobachteten Veränderungen nicht allein durch die direkten Wirkungen der Temperatur und die indirekten Einflüsse der Kälte-Gegenregulation, sondern auch durch die spezifische Wirkung der angewandten Narkose bedingt sind. Trotz zahlreicher Arbeitert über den Kreislauf in Itypothermie ist noch nicht untersucht worden, inwieweit diese 3 Faktoren, die direkte Temperaturwirkung, die Kälte-Gegenregulation und die Narkosewirkung, am Zustandekommen der einzelnen Kreislaufveränderungen beteiligt sind und inwieweit sich ihr jeweiliger Einfluß im Verlaufe der Auskühlung ändert.

Ziel der vorliegenden Untersuchungen war es deshalb, die in Hypothermie eintretenden Kreislaufveränderungen unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte zu analysieren.

Methõdik

Die methodischen Angaben über Narkose-und Auskühlungsverfahren gelten für die gesamte Versuchsserie, über die in mehreren Mitteilungen berichtet wird. Deshalb sind in den nachstehenden Abschnitten auch Einzelheiten enthalten, die sich nicht auf die vorliegende Arbeit beziehen.

Insgesamt wurden in der Zeit von Januar 1956 bis Juli 1957 79 I-Iypothermieversuche an Hunden durchgeführt. Bei 44 Tieren wurde die Auskühlung in der Kältekammer, bei 35 im Eiswasserbad vorgenommen. Von diesen Tieren dienten 18 zur Bestimmung der Kreislaufgrößen w~hrend der Auskühlung, während die anderen für spezielle Fragen der Kreislaufreaktivit~t, der Elektrophysiologie des Herzens, der Blutgase, des Gasaustausches in der Lunge usw. verwandt wurden.

  1. Narkoseteehnik. Als Narkose wurden zu Beginn des Versuches 50 bis 60 mg/kg Evipan i.v. gegeben. Nur in einigen K~ltekammerversuchen, bei denen die Präparation und die Analyse der Ausgangswerte den Beginn der Auskühlung etwas verzögerten, wurde darüber hinaus eine zusätzliche Dosis Evipan von 15 bis 25 mg/kg naehinjiziert. Sobald im Laufe der Auskühlung trotz dieser Narkose K~ltezittern auftrat, wurde dieses mit Succinylcholin (2 ml pro Tier) unterdrückt.

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