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Der Farbstoff des Akazienholzes

✍ Scribed by Brass, Kurt ;Kranz, Herbert


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1932
Weight
639 KB
Volume
499
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Ton Xurt Brass und Herbert Kranz. [Aus dem Institut fur Organ.-&em. Technologie der Deutsch. Techn. Hochschule Prag.] (Eingelaufen am 13. Oktober 1932.) ___ Bei der vergleichenderi Untersuchung gesunder und erfrorener Teile des Holzes eines Schotenbaumes (Gleditschia rnonosperma)l) fanden K. B r a s s und W. Ehma) in den gesunden Holzteilen eine gelbe, krystallisierte Substanz, die sich in Alkalien mit roter Farbe loste. Ihre Aufkliirung wurde i n Aussicht gestellt und die 'Vermutung ausgesprochen, da8 es sich um den gleichen Stoff handelt, den L. S c h m i d und K. P i e t s c h 3 ) aus dem Holz von Robinia pseudoacacia isoliert, dessen Konstitutiou sie aber nicht aufgeklart haben. Sie kennzeichnen ihn als Glucosid eines Farbstoffes, dem die Formel C,,H,,O, zukommt, der frei jst von Krystallwasser, der 5 phenolische Hydroxylgruppen enthalt, an dessen Aufbau ,4-Resorcylsaure sich beteiligt und der wahrscheinlich ein Flavonabkommling ist. Wie wir schon im Juli d. J. kurz mitgeteilt haben4), ist uns die Aufklarung der Konstitution des Farbstoffes durch Abbau und Synthese gelungen. Uber die Einzelheiten dieser Arbeit wird im folgenden berichtet. Bei der Fortsetzung fauden wir zunachst, daS uusere Substanz (Zersetzungsp. 270-2280Β°) noch sehr unrein ist und nach mehrmaligem Umkrystallisieren aus Alkohol den Zersetzungsp. 325 -330' zeigt, daS die gleiche Substanz dem Gledit,schia-Holz auch durch JVasser entzogen werden kann, daB aber die weitaus beste Methode ihrer Gewinnung in der Eztraktion des Hokes mit haltem Aceton besteht, wo-1) G. H e g i , Illustrierte Flora von Mittel-Europa, Wien 1906-1931, p, Cellulose-Chem. 12, 173 (1931). IV, 3, 1128. M. 67, 305 (1931). 4, Naturw. 20, 672 (1932). 12* ' J Bei dcr letzten Extraktion, zu der sehr lange (iiber Jabr) gelagertes Holz verwendet wurde, fie1 ein griinliches Rohprodukt R I Bus, das 74,34 Proc. des Acetylderivstes voin Schmelzp. 222O ergab. Nimmt man das Vorhandensein eines Farbstoffglucosids an, so ist e3 wohl mSglich, da8 diesrs wahrend des Lagerns teilweise gespalten worden war und somit eine Anreicherung des Farbstoffes stattfand, was die hiihere Ausbeute an Acetylprodukt erklaren wiirde. a) A. 433, 234 (1923).


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