Der farbige Rand eines durch ein biconvexes Glas entstehenden Bildes, untersucht, mit Bezug auf Herrn von Göthe's Werk: Zur Farbenlehre
✍ Scribed by Friedrich Theodor Poselger
- Book ID
- 102707826
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1811
- Tongue
- English
- Weight
- 599 KB
- Volume
- 37
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
U e b e r die iu der. Ueberfchrift erwiihnte, allgemein bekmnte Erfchejnung, hat auch Herr v o n G i,i t 11 e Verfuclie aiigeftellt, und dazu eine eigene Theorie erdacht , welche nichts Geringeres beab-Gchtigt, 31s N e w t o n ' s Firbenlehre ganzlich zu vernichten. Die hohe A c h t u g , welche der Verf a k .dieTes Auffatzes vor GO t h e, dem Dichter, u d vor N e . w t o n , dem grdfsten aller Naturphilofophen , empfinclet , bewog ihn:, die Thatlache, m v o n die Rede iG, in genaltere Erwiigung zu zieh-, und er ilberzeugte fich bald, dafs .ails der DsrfteIluog, die Herr v o n G o t h e drivon in feiner Schrift Zur Farbenlehre, gprnacht. hat, lehr wefentliche Beftinimungen des Phanomens weggeblieben Grid, und dafs es keiner neuen Hypothefe bedarf, urn fich die Sache i n ihrem p z e n r U n ifange, fo wie fie in der Eatur fich zeigt, ganz verftj;ndhch zu machen. Diefes den Fteunden und Z u r Fa'r b e n 1 e h r c , K 2 Kennern der Naturwiffenfchaft mitzutheilen, ift die AbGcht dcs gesenwzrtigen Auffcltzes. Zuvor aber mogen clie Behauptungcn, die ihn veranlafst e n , cntlehnt aus clem G b t h e'fchen \Ve--kc, hier ausfiihrlich ihren Plrttz einmbnen. Es heifst in dern G o t h e'fchen IVecke, s. 75. 0. I 99.: ,,Wenn wir eiii helles Runcl auf clunkelm ,,Grunde dufch ein convexes Glas betrachten , fo ,,tintlet eine Yetriickung dcs Bildes Statt , inilcnl ,,wir es, clurch fcheinlmre Ausclehnung feiner , , RSncIer von dem RIittelpirnl<te nach aufsen hin, ,,vergrofsern , uncl wir crbliclcen in tliefcin E'Jlle ,,urn das Bilil eincn Ilauen.Kand." -Q. zoo.: ,,Bedienen wir uns, ftatt des convexen, cines con-,,caven , nicht XU drmnen, Glares, fo bewegen wir ,,den Urnkreis dks Bilclesfcheinbar nnch dem Mit-,,telpunkte hinein, und-erblicken, fiatt dcs,blauen, *) D a t dies die wahre Meinung des Hrn. v o n G S t h e [ey, wird beronders aus dem klar, was er $her d i e dioptpilchen Farben erRer KIaITe , X , vornehmlich (. 150 iind 1 5 1 . v o m Durchkheinen des Lichts durch FinRernifs und der FinRernifs durch Licht, beibringt. P. *) Genau genommen i R der ZurserRe Rand Jiolett. AI- le,in der Eindriick, den d i e h auf das Auge mocht, i l t To fchwach , d d s wir wenigRens es nicht v o n Blau uiiterlcheidcn toniicn. P. P. **) M u verglciche die T b e l l e ( B ) .