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Der Einfluß von Maleinsäurehydrazid (MH) auf den Hexosengehalt von Kartoffelknollen

✍ Scribed by Moll, A.


Book ID
102210823
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1973
Tongue
English
Weight
477 KB
Volume
17
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Abstract

Untersuchungen des Zuckergehaltes von überlagerten Knollen, die im Feldversuch mit Maleinsäurehydrazid (MH) behandelt worden waren, wiesen auf eine unterschiedliche Reaktion der Sorten auf die MH‐Behandlung hin. Für den Hexosengehalt wurden in einem Versuchsjahr statistisch signifikante Wechselbeziehungen zwischen MH‐Behandlung und Sorte nachgewiesen; die Sortenreaktionen stimmten jedoch nicht mit den im Vorjahr beobachteten Reaktionen überein. Der Saccharosegehalt wurde durch die MH‐Behandlung ebenfalls sortenunterschiedlich beeinflußt. Überraschender weise übertraf der Saccharosegehalt der MH‐behandelten Knollen einiger Sorten den Gehalt der keimenden Kontrollen, während bei den meisten Sorten ein Saccharoseanstieg durch das Keimhemmungsmittel verhindert wurde. Es wird vermutet, daß Wechselwirkungen zwischen der Behandlung und den Lagerungsbedingungen bestehen, die die grundsätzlichen Zusammenhänge überdecken. Die Ergebnisse eines mit 3 Sorten durchgeführten Gefäßversuches bestätigten die unterschiedliche Beeinflussung des Hexosengehaltes der Sorten durch die MH‐Behandlung. Gleichzeitig war bei einigen Sorten ein Einfluß des Spritztermins auf den Hexosengehalt erkennbar; bei späterer MH‐Spritzung stieg der Hexosengehalt an. Nach der Lagerung verstärkte sich die Neigung der spät behandelten Knollen zu hohen Hexosengehalten; die Gehalte der früh und optimal behandelten Knollen lag stets unter denen der Kontrollen. Rückstandsuntersuchungen und Beobachtungen der Keimhemmung ergaben im Gefäßversuch eine für die MH‐Applikation als optimal anzusehende Zeitspanne von etwa 10 (mittelfrühe Sorten) bis 15 (späte Sorten) Tagen, wobei der Beginn des Zeitraums etwa nach der Vollblüte anzusetzen ist. Im Freiland würde das einem Zeitraum von etwa 15–25 Tagen entsprechen.


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