Der Einfluß der Kniegelenksresektion auf das Längenwachstum der Gliedmaße bei Jugendlichen
✍ Scribed by Kurt Schlüter
- Publisher
- Springer
- Year
- 1951
- Tongue
- English
- Weight
- 826 KB
- Volume
- 44
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Eine reeht umfangreiche Literatur befa]t sich mit der Frage, ob ein Kniegelenk im Wachstumsalter reseziert werden darf. An Hand der in der Klinik des Annastiftes gemachten Erfahrungen an 14 Patienten soll zu dem bei progredienter Goni~is tbc. dringendem Problem Stellung genommen werden. Es ist wiederholt statistisch belegt und bestgtigt sich an den hier behandelten Patienten, daf3 der gr61~ere Teil der Gonitiden im ersten und zweiten Dezennium erkrankt (JogA~SSON u. a.). Hier Klarheit in der Indikationsstellung zu erhalten, ist eine Aufgabe, die eine sorgf/~ltige Sammlung und Kontrolle aller dieser Patienten erfordert. Allgemeingfiltige Schlfisse sind aus dem Krankengut nur in Verbindung mit der vorliegenden Literatur zu ziehen; ffir sich allein kann es nicht mehr als kasuistisches Interesse beanspruchen. Die Meinungen fiber die Zul~ssigkeit eines Eingriffs im Gebiet der Epiphyse w/~hrend des Waehstumsalters gehen in der Literatur weit auseinander. Zumeist finden auf Grund yon Einzelbeobachtungen Stimmen, die mit ]~ficksicht auf die zu erwartenden Wachstumsst6rungen von Operationen vor Abschlufi des Knochenwachstums Abstancl nehmen wollen.
Unter dem Eindruck der nach Knieresek~ionen bei Kindern beobachteten starken Verkfirzungen ist auch aus dem Annastift eine Arbeit erschienen, in der vor der Resektion gewarnt wird (ScgXFE~). Zu/~hnlichen Stellungnahmen kommen Arbeiten yon Koegs, FRosc~, WILgELM, HASS, DIESSL. In der italienischen Literatur treten B~VE~UTI und IMPALLO~E~I nachdrticklich fiir eine konservative Therapie der kindlichen Gonitis ein, wobei IMPALLO~r~¢I auger einer Verkiirzung das Aufflackern der Erkrankung nach der Resektion ffirchte~. Eine ganze Anzahl yon extraarticulgren Arthrodesen wurde ausgearbeitet, um unter Schonung der Epiphyse und des Herdes eine Ruhigstellung zu erzielen (Pu:rTI, D]~LAttAY]~, DE F~E~ELLE, LAWnLE).
Die Em]~findlichkeit der traumatisch gesch/~digten Epiphyse wird in Arbei~en yon Co~r-PERE und ERNST nachgewiesen. Letz~erer ~order~ in seiner VerSffentlichung unter Hinweis auf amerikanische Li~eratur (S~:fDER, PATE~SO_W) eine Zuriickhaltung in der Anzeigestellung zur Operation.
Wenn trotz dieser Warnungen gelegentlich ein tuberkul6ses Kniegelenk reseziert wird bei einem Kind, darn hat das seinen Grund in den unbefriedigenden Ergebnissen anderer ~herapeutischen Ma6nahmen. Alle bisher gebr/~uchlichen konservativen Behandlungsmethoden haben eine nicht unbetr/~chtliche Anzahl yon Mil~erfolgen anfzuweisen.
Die ~6ntgentherapie und die ]3ehandlung mit dem Sauers~offgcethylenappara~ (BIEx-XIsc~r) werden heute als konservative Behandlung kindlicher Gonitiden kaam noch ange-
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