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Der Einfluß der chemischen Feinstruktur von Vaselinen auf physikalische und technologische Eigenschaften 12. Mitteilung: Über den Einfluß chemischer und physikalischer Meßdaten auf die Gebrauchseigenschaften von Vaseline

✍ Scribed by Langmaack, H.-J. ;Sucker, H.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1977
Weight
775 KB
Volume
79
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Abstract

Es wurde neben dem Einfluß der normalen und der ungesättigten Kohlenwasserstoffe auf die Zügigkeit einer Vaseline vor allem die Zügigkeit (Tack) der iso‐Fraktionen als zentrale Eigenschaft einer Vaseline untersucht. Diese Zügigkeit wird gebildet aus der Summe der Zügigkeiten der GPC‐Molekulargewichtsfraktionen, die mit den gefundenen chemischen Strukturen korrelieren. Auch andere vermutete Korrelationen zwischen chemischen Strukturgruppen und physikalischen Meßdaten (Steigschmelzpunkte, Viskosität) haben sich bestätigt, so daß eine detaillierte Beschreibung der untersuchten Vaselinen möglich wurde. Die Ergebnisse zeigen, daß zwei Wege der Zusammensetzung von Vaselinen zu guten Gebrauchseigenschaften führen: a) Zusammensetzung aus einer größeren Menge langkettig verzweigter, niedrig schmelzender, zügiger, hochmolekularer Kohlenwasserstoffe (C‐30 bis C‐200) neben geringen Mengen von n‐Paraffinen und flüssigen Kohlenwasserstoffen; b) Zusammensetzung aus wenig, hochschmelzenden, festen iso‐Kohlenwasserstoffen (C‐20 bis C‐100), zusammen mit n‐Paraffinen und einer größeren Menge viskosen, zügigen Öls, das aus Molekülen mit vielen kurzen Seitenketten besteht. Da Vaselinen vom Typ b) inkorporierte Arzneistoffe besser freisetzen als solche vom Typ a), unter die auch die sogenannten Naturvaselinen fallen, wird Typ b) als optimale Zusammensetzung angesehen. Durch eine quantitative Abtrennung der Hochpolymeren konnten die Gebrauchseigenschaften des polymerfreien Grundstocks mit der polymerhaltigen Originalvaseline verglichen werden. Zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften von Vaselinen mit sehr hohen Ölanteilen eignen sich Polyäthylene mit Molekulargewichten um 20 000, die bei höheren Temperaturen im Grundstock gelöst werden und nach dem Abkühlen die Gelstruktur verbessern, jedoch wegen der Notwendigkeit zur Verarbeitung bei Zimmertemperatur technologische Nachteile aufweisen. Die vielgebrauchten Polyisobutylene sind als Strukturverbesserer ungeeignet.


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