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Der chemische Apparatebau in Großbritannien

✍ Scribed by Dr. G. Abrahamson


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1949
Tongue
German
Weight
481 KB
Volume
21
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Der chemisclic Apparatebau ist in GroDbritannien keine straff organisierte, in sich geschlossene Industrie. Wber 100 groDe, mittlere und kleine Firmen beschaftigen sich rnit der Herstellung von industriellen Anlagen, Apparaturen, Maschinen und Ausrustungsgegenstanden, die in der chemischen Industrie in groDerem Umfang beiiijtigt werden. Aber wenige von ihnen beschranken sich auf das Gebiet der Chemie, und auch die Firmen, die vollstarldige cht,mische Anlagen errichten, sind keineswegs auf die chemische Industrie allein spezialisiert. Wberschneidungen bestehen im chemischen Apparatebau GroDbritanniens insbesondere rnit der Lebensmittel-, Seifen-, Farben-, Gas-und Petroleumindustrie. Gesoiiderte Erzeugungs-und Ausfuhrziffern fur den chemischen Apparatebau sind daher nicht erhaltlich.

In neuerer Zeit haben die verstaatlichte Koks-, Gas-und Nebenprodukte-lndustrie sowie die Mineralolraffinerien rnit ihren angegliederten chemischen Fabrikationsstatten besonders groDe Auftrage an die Apparatebauindustrie vergeben. Wegen starker Nachfrage von Seiten anderer Industriezweige nach chemischen Fabrikausrustungen muDten die eigentlichen Chemieproduzenten, die in den letzten Jahren neue Anlagen und Apparate benotigten und fast alle namhaften Firmen befanden sich in dieser Situation -1 a n g e L i e f e r f r i s t e n in Kauf nehmen. Es erwies sich als notwendig, einen halbamtlichen B e i r a t f u r c i i e m i s c h e A n l a g e n zu bilden, in dem das Versorgungsministerium und das Handelsamt zusammen rnit dem Apparate b a u und der chemischen Industrie vertreten sind, uni dafur z u sorqen, daR vordringliche Neuanlagen auch seitens der Maschinen-urid Apparatefabrikanten mit Vorrang behandelt werden.

Trotzdeni liellen sich in vielen Fallen Lieferverzogerungen um ein ganzes Jahr und mehr nicht vermeiden. Seit Ende vorigen Jahres hat sich die Lage jedoch zusehends gebessert, hauptshchlich weil die Stahlknappheit im wesentlichen uberwunden ist. Dennoch messen Apparatehersteller und Regierungsbehorden sparsamem Gebrauch von Eisen und Stahl auch heute noch groRe Bedeutiinci bei. Gewisse Ersparnisse haben sich bereits a u s neuen Kcins truktionsnormen ergeben. Viele fuhrende Firmen hatten im lctzten Jahr eine Rekordbeschaftigung. Manche von ihnen haben ihre Erzeugung im laufenden Jahr weiter ausdehnen kijnnen, obwohl der Auftragseingang aus der heimischen Privatindustric, neuerdings im Abflauen begriffen ist.

Die Verwaltiing fur Wissenschaftliche und Industrielle F o r s c h LI 11 g (1). S. I. R.) hat eine Kommission gebildet, um festzustellen. weicherlei Forschungsarbeit auf dem Gebiet des chemischen Appriratebaues gegenwartig geleistet wird, welche weiteren Arbelten wunschenswert sind, und auf welche Weise derartige zusatzliche Untersuchungen durchgefuhrt werden konnen. Fuhrende Apparatehersteller widmen einer solchen Forschungsarbeit wiichsende Aufmerksamkeit. Wachsendes Interesse zeigt sich aiich bei amtlichen Stellen und Fabrikanten fur Fragen dcr Nach wuchsausbildung.


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