Das Weltmannsche Koagulationsband im Serum des Fetus und des jungen S�uglings
✍ Scribed by K�ster, Fritz ;Becher, Herbert
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1948
- Weight
- 201 KB
- Volume
- 65
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
Der Funktionswechsel der Leber vom vorwiegend Mmatopoetischen zum zentralen Stoffwechselorgan bringt es mit sich, dab die neuen, dem Stoffwechsel dienenden Funktionen beim Neugeborenen zun~ichst noch nieht in vollem Umfange yon der Leber geleistet werden, lndividuelle Unterschiede in der Funktionsreife zeigen sich sinnf~illig in der unterschiedlichen Bew~iltigung des aus dem Blutabbau anfallenden Bilirubins, das zwar bei allen Neugeborenen im Serum vermehrt --doch nur bei einem Teit sich so r eichlich vor der Leber anstant, dab ein Icterus neonatorum entsteht. Die Ausscheidung yon Urobilin im Stuhl steht nach Ylpp6s Untersuchungen dementsprechend im umgekehrten Verh~iltnis zum Bilirubingehalt des Blutes. Nicht nur die natfirliche Belastungsprobe mit Bilirubin zeigt den funktionellen Leistungsrfickstand, sondern sowohl im Kohlehydrat-wie im Eiweigstoffwechsel lieI5 sich dieser aufzeigen. Nach IJeynemann ist die Assimilationsgrenze ffir L~ivulose bei ikterischen Kindern st/~rker erniedrigt als hei nicht ikterischen. Bei Frfihgeburten ist naturgem~iB der genannte Funktionswechsel der Leber welter im Rfickstand als bei reifgeborenen Kindern. Schon die anatomische Struktur zeigt das. Bei den kleinsten Frfihgehurten ist bei der Geburt die B~ilkchenbildung kaum zu erkennen. und die Leberzellen werden dutch die zahlreichen, weiten Capillaren und ausgedehnten Blutbildungsherde in den Hintergrund ged'r~ingt (Neumann, M. B. Sehmidt, Moll@r, Maximow, Ylppb). Die Verarbeitung und Aus- scheidung des aus dem Blutabbau stammenden Bilirubins ist verringert, ein intensiverer und 1/ingerer Icterus neonatorum bei den Frfihgeburten die Folge. Fabiseh und Etzold bestimmten die Assimilationsgrenze von L~ivulose und fialaktose bei reifen und unreifen Neugeborenen. Sie lag flit L~ivulose bei 2,6 g/kg K6rpergewicht bzw. 1,5 g kg und ffir Oalaktose bei 2,2 g/kg bzw. 1,6 g/kg. Also in beiden F~illen war der Grenzwert bei den Frfihgeburten nicht unerheblich erniedrigt. Str6der und Oberste-Leh~,
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