Das weiße Blutbild bei fleischfressenden und bei pflanzenfressenden Säugetieren
✍ Scribed by Günter Brilla
- Publisher
- Springer
- Year
- 1953
- Tongue
- English
- Weight
- 299 KB
- Volume
- 257
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
In einer ausffihrlichen Untersuchung haben WAC~OLD~R, B~CK-~A ~ u. WALTER fiir den Menschen bedeutende aliment~re Veri~nderungea im weiBen Blutbfld nachgewiesen. Ffir d i e vorliegende Untersuchung ist besonders die nach FleischgenuB beobachtete langandauernde Leukocytose yon Bedeutung, welche haupts~chlich dutch eine starke Neutrophflie verursacht wird. Dementsprechead nimmt die Zahl der Lymphoeyten relativ ab. Der Vollsti~ndigkeit halber sei bemerkt, dag dieser Leukocytose eine Phase vorausgeht, in w eleher die Leukocytenzahl sehr stark schwankt.
Es war nun interessant festzustellen, ob sich aus diesen starken ~kuten Ver~nderungen des weigen Blutbildes nach Fleischgenug eine dauernde Verschiebung des Verh~ltnisses der myeloischeu zu den lymphatischen Zellformen'ergeben kann, wean das Fleisch dauernd in der Nahrung fiberwiegt. Hierffir erschien besonders die Untersuchung der Verhi~ltnisse bei bestimmten Tierformen geeignet, die yon Natur aus die eine oder die andere Nahrung bevorzugen, also bei sogenannten Fleischfressern und bei Pflanzenffessern.
Das Resultat der Untersuehung sollte m6glicherweise einen Beitrag zur Entscheidung der Frage nach den Ursachen der yon WACHHOLD~R u. BECK~A~ und B ~c x M ~ u. W A C ~O L D ~ publizierten Veri~nderungen der Normalwerte des weiBen Blutbfldes der deutschen Bev61kerung liefern.
Unabh~ngig davon liefern die Ergebnisse einen Beitrag zur Phylogenie des weiBen Blutbildes. Die bis heute bekannten Untersuchungen zur vergleichenden Morphologie des weigen Blutbildes sind unter Nichtachtung der Nfichternbedingungen und ohne Berficksichtigung der Er-ni~hrungsweise der Tiere durchgeffihrt worden. Jedenfalls ist yon einer :Beachtung dieser Faktoren nirgendwo die Rede. Wahrscheinlich ist auf diesen Ums~and die Tatsache zuriickzuffihren, dag sich die Leukocytenwerte in der Literatur ffir ein und dieselbe Tierart, die yon versehiedenen Autoren angegeben werden, in sehr vielen F/illen widerspreehen. * Herrn Professor Dr. KV~T WAeH~oL~)~ zum 60. Geburtstage in dankbarer Yerehrung g ewidmet.
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