𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Das Wachstum der Hefe in synthetischer N�hrl�sung unter besonderer Ber�cksichtigung des Eiseneinflusses auf die Eiwei�bildung

✍ Scribed by Krause, W.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1965
Weight
993 KB
Volume
52
Category
Article
ISSN
0003-9276

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Eisen gehSrt zu den am langsten bekannten Mikron~hrstoffen. Seine ]3edeutung wird besonders augenf~llig bei der durch Eisenmangel hervorgerufenen Chlorose. Dabei ist. seine anmittelbare Beteiligung an der Chlorophyllsynthese auszusehliel~en; es wird vielmehr eine Mitwirkung beim Aufbau der Eiweil~komponente des Blattgrfins vermutet (PII~SON, 1958 u. a.). Sollte diese Annahme zutreffen, so ist zu erwarten, dal~ das Eisen auch eine Rolle bei der allgemeinen Eiweil~bildnng spielt. Die Klarung dieser Frage ist daher fiber das Chloroseproblem hinaus yon ]3edeutung. Als 0bjekt fiir diese Untersuehungen diente Saccharomyces cerevisiae.

Voraussetzung ffir die Versuehe ist eine in allen Teilen bekannte und wiederholbare NahrlSsung; die I-Iefe mul~ ausschliel~lieh darin kultiviert werden kSnnen; das Eiserl darf nicht dureh Zugabe yon Stoffwechselzwisehenstufen vorweg bedeutungslos werden, und die Ionengleiehgewiehte sollen nicht durch fiberflfissige Zus~ttze unfibersichtlich oder dutch den Abbau yon Komplexbildnerr~ unkontrollierbar ver~ndert werden. Die in der Literatur beschriebenen NahrlSsungen entspreehen nieht diesen Anforderungen (vgl. etwa LI~])]~G~]~ 1949 ; U~ 1960). Es mul~te daher zunaehst eia geeignetes ~edium zusammengestellt werden un4 4as Verhalten der darin gewachsenen I-Iefe bekann~ sein, ehe die Frage naeh dem unmittelbaren Einflul~ des Eisens gestellt werden konnte.

Methoden

Es wurde ein ~us handelsiiblicher Bgckerhe]e durch dreimalige Ein-Zell-Kultur herangezogener S~amm verwandt. In der weiter unten beschriebenen kiinstlichen NahrlSsung dars die I-Iefe nur bei Labortemperatur aufbewahrt werden. S10atestens alle 4 Wochen wurde sie in unverbrauchte LSsung iibertragen. Als Einsaat diente eine w~l~rige Aufschlemmung der zuvor mit isotonischer KochsalzlSsung gewaschenen ttefe. Die ttefesuspension zu Begim~ der Kultur soll nur gerade me]bar sein (200--500-10 ~ Zellen/ml). Jeder It~up~kultur ging eine mindestens 24s~iindige ,,Di~t"-Kultur ohne den zu testenden Stoff voraus.