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Das viskositätsverhalten der polystyrole im zusammenhang mit der größe und gestalt der moleküle

✍ Scribed by Schulz, von G. V.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1949
Weight
875 KB
Volume
3
Category
Article
ISSN
0025-116X

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✦ Synopsis


Abstract

Die Polystyrole unterscheiden sich von anderen Vinylpolymeren dadurch, daß sie in guten Lösungsmitteln dem Staudingerschen Viskositätsgesetz gehorchen, wobei allerdings der Wert der K~m~ ‐Konstante von den bei der Polymerisation vorliegenden Bedingungen abhängt. Die hierfür geltenden Beziehungen werden an Hand eines umfangreichen, aus zahlreichen Arbeiten entnommenen Materials geklärt.

In schlechten Lösungsmitteln verhalten sich Polystyrole genau so wie andere Vinylpolymere (etwa zahlenmäßig übereinstimmend mit den Polyisobutylenen). Es gilt dann für sie die Gleichung von W. Kuhn.

Zur Deutung der verschiedenen K~m~ ‐Wurde bisher eine Verzweigung der Kettenmoleküle angenommen. Anknüpfend an Überlegungen von W. Kern und M. L. Huggins wird eine andere Deutung vorgeschlagen, die darauf beruht, daß jedes Monomere in einer 1‐ oder einer d‐Form addiert werden kann. Bei tiefer Temperatur entstehen Kettenmoleküle mit alternierenden 1‐ und d‐Bindungen, welche in guten Lösungsmitteln ziemlich steif und daher nur schwach geknäult sind. Bei höheren Temperaturen entstehen d‐d‐ (bzw. 1‐1‐)Gruppierungen, die zu scharfen und starren Winkelungen der Kettenmoleküle Anlaß geben und dadurch die K~m~ ‐Konstante herabsetzen. ‐ Bei peroxydischer Polymerisation treten außerdem Verzweigungen auf.


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