Das vernachlässigte untere Sprunggelenk
✍ Scribed by W. Hellpap
- Publisher
- Springer
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 931 KB
- Volume
- 55
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Es ist sehlimmer, sieh den FuB zu verstauehen oder zu verzerren, als ihn zu breehen !" --diese Ansieht h6rt man hgufig von Patienten, die von den Chirurgen jedoeh abgelehnt wird (WATSO~-Jo~s). Mit diesem, eine experimentelle Arbeit fnndierenden Einleitnngssatz versueht MAKHA~ klarznmaehen, daB es an der Zeit sei, derartig mittelalterliehe Grunds/itze experimentell anfzuklgren und dab es gelte, unriehtige Primitivgrunds/~tze zn demaskieren. Gleichsinnig mit den glteren Untersuehungen von LAVG~-I{A~SE~, der unerw/~hnt bleibt, versueht diese Arbeit, die l%igfestigkeit des lateralen Bandapparates des oberen Sprunggelenkes unter versehiedenen Bewegungsbedingungen zn prfifen. Wie aneh LAUGE-I-IA~sSN, der 1962 in Aachen fiber seine Untersuehungen nnd Ergebnisse ausffihrlieh beriehtete, finden sieh keinerlei I-Iinweise in der Arbeit MAKHA~IS, die auf die st/~ndige funktionelle Mitbeteiligung des nnteren Sprunggelenkes aufmerksam maehen. Diese und ~hnliehe experimentelle Versuehe unter Berfieksiehtigung der versehiedenen Bewegungsaehsen und Gelenkfunktionen lassen sieh nut begrenzt in die Praxis fibernehmen, da einer der wiehtigsten Faktoren jeden Unfallgesehehens und Unfallablaufes experimentell nieht geprfift werden kann. Diese individnelle Sofortreaktion auf ein Ausgleiten, Straueheln, Umknieken, Verwringen oder Umkn6eheln ist yon einer uniibersehbaren Zahl konstitutioneller nnd gnl3erer Faktoren abh/~ngig, die sieh im Experiment nieht imitieren lassen.
Das im ersten Satz dieser Arbeit fibernommene Zitat wurde frfiher bereits aufgenommen, hat abet nun dutch diese letzte amerikanisehe VerSffentliehnng erneut besonderes Gewieht gewonnen. Versueht man jedoeh, dieses Zitat zu entzerren nnd anatomiseh zu lokalisieren, wo sieh nun diese penetranten Besehwerden am FuB abspielen, so wird mit Regelm/~Bigkeit auf den Fugrfieken unterhalb des oberen Sprunggelenkes verwiesen. Wit kSnnen also das obere Sprunggelenk anssehlieBen.
Bedauerlieherweise besteht eine weitreiehende Abneignng, sieh mit dem funktionsgest6rten nnteren Sprunggelenk auseinanderznsetzen. Wahrseheinlieh spielt aneh eine verst~ndliehe Aversion gegen die bekannte Kompliziertheit dieses Gelenkes eine Rolle. Denn bereits in den Jiinglingsjahren erster mediziniseher Semester setzte man sieh ungern mit den komplizierten Bewegungsaehsen dieses Gelenkes auseinander und transponierte diese Abneigung in die gereiften Jahre medizinisehen Wissens nnd KSnnens. So haben sehulmggig erworbene Aversion und fibernommene therapeutisehe Gewohnheit und vielleieht aueh Naehl~ssigkeit fixierte diagnostisehe I%eflexe gesehaffen, die fiber Jahrzehnte yon Generation zu Arch. orthop. Unfall-Chir., Bd. 55 19a
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## Abstract Trotz der Verfügbarkeit gut verträglicher und preiswerter Medikamente für die meisten der global bedeutsamen Wurminfektionen ist die durch diese Parasiten verursachte Krankheitslast enorm. Die Hauptlast dieser Erkrankungen tragen die Menschen, die unter ungünstigen hygienischen und ökon