𝔖 Bobbio Scriptorium
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Das Verhalten der arteriellen Sauerstoffspannung und anderer arterieller blutgasanalytischer Daten in Ruhe und während körperlicher Belastung

✍ Scribed by E. Doll; K. König; H. Reindell


Publisher
Springer
Year
1960
Tongue
English
Weight
820 KB
Volume
271
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Beim gesunden Menschen vermag die Lunge auch bei hSchsten kSrperlichen Belastungen ventilatorisch den an sie gestellten Anforderungen nachzukommen; dies ergibt sich schon daraus, dab die Lungenventilation selbst bei schwersten Belastungen den Atemgrenzwert nicht erreicht.

Wi~hrend also der regelrechte Transport des Atemgases bis in die Alveolen bei Gesunden auch unter schwerer Belastung gew/~hrleistet ist, erhebt sich die Frage, ob bei schwerer kSrperlicher Belastung auch der zweite Teil des Sauerstofftransportes, die Diffusion des Sauerstoffs durch Alveolar-, Capillar-und Erythrocytenmembran in ungestSrter Weise vor sich geht.

Bei AusschluB einer Ventilationsst6rung sowie eines intrapulmonalen oder intrakardialen Rechts-Links-Shuntes kann der arterielle Sauerstoffdruck zur Beurteilung der bestehenden Diffusionsverh~ltnisse herangezogen werden.Wegen des flachen Verlaufes der 02-Dissoziationskurve im arteriellen Bereich, in dem einer S~t~igungs~nderung yon 960/0 auf 94°/0 eine Partialdruckverminderung yon 12 mm Hg entspricht, gibt uns die Messung des Sauerstoffdruckes auch uater Beriicksichtigung der Fehlerbreite der Methode schon dana e~nen Hinweis auf das Vorliegen einer Lungenfunktionsst6rung, wenn dies aus den noch innerhalb der methodischen Fehlerbreite liegenden entsprechenden Si~ttigungs~nderungen noch nicht sicher ersehen werden kann.

Es ist denkbar, dab bei einem gesunden Menschen w/~hrend starker k6rperlicher Belastuag, die mi~ einem erhShten Sauers~offverbrauch einhergeht, die fiir die O2-Diffusion zur Verfiigung stehende Diffusions-fli~che zu klein oder aber die Kontaktzeit des Blutes mit der G~sphase zu kurz wird. In diesem Falle miiBte der arterielle Sauerstoffdruck ~bsinken.

Direkte Messungen des arteriellen S~uerstoffclruckes w~hrend kSrperlicher Bel~stung sind bisher mehr~ch durchgefiihrt worden, wobei sowohl ein Anstei-gent°, ~ als auch ein Absink~n ~°,zs oder ein indifferences Verhalten~, z des arteriellen O~-Druckes gefunden wurde.