Das scheiben- und das lamellenstadium der kollagenquerstreifung
✍ Scribed by Wolpers, Von C.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1948
- Weight
- 656 KB
- Volume
- 2
- Category
- Article
- ISSN
- 0025-116X
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✦ Synopsis
Abstract
Wie das Elektronenmikroskop zeigt, gliedert sich die 640 Å große Strukturperiode des Kollagens in einen schattendichten D‐Teil und einen durchstrahlbaren H‐Teil. Der D‐Teil ist nicht gleichmäßig gebaut, sondern läßt stets eine Aufteilung erkennen, die nach Einwirkung von Schwermetallen deutlicher sichtbar wird. Im D‐Teil findet man entweder zwei schattendichte δ‐Scheiben und ein helles Zwischenstück oder vier schattendichte δ‐Lamellen und drei helle Zwischenstücke. Das Scheibenstadium ist der Normalzustand. Das Lamellenstadium fand sich physiologischerweise in untrainierten Kollagenfibrillen jugendlicher Individuen und unter pathologischen Bedingungen bei der trockenen Gewebsnekrose und bei der Myxomviruserkrankung des Kaninchens. Unter bestimmten Bedingungen kann das Scheibenstadium künstlich in das Lamellenstadium übergeführt werden, indem sich bei geringer Schrumpfung der Kollagenfibrille die δ‐Scheiben in je zwei δ‐Lamellen spalten. Es wird die Vermutung ausgesprochen, daß im Bereich der δ‐Scheiben andere Bindungsformen der Kollagenmoleküle vorliegen als im Bereich der übrigen Abschnitte der Strukturperiode. Das Lamellenstadium wird als Symptom der Strukturschwäche aufgefaßt.
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