Das Nießnersche Schnellprüfverfahren zur Identifizierung von Legierungen
✍ Scribed by F. Lihl
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1950
- Tongue
- German
- Weight
- 625 KB
- Volume
- 1
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Wesen und Anwendirngrmo;glichkeiten des Nieflnerschen Sc~~nellpriifverjahrens -Das won Lib1 modifizicrte Nieflner-Jche Schnellpriijverfahren (Prifanordnung und -methodikj -Uberpriijung der praktischen Eignung der Versuc,bjein/ichtung -Prufung -Jon Leichtmetall-Legierungen (EinfluP des Elektrolyten und der Gegenelektrode auj das Potential dcr gal-i. Elementer) -Identifizierung der Norm-Legierungen -Priijung %'on Sonderstahlen (Einflufl des Elektrolyten und a'er Gegenelektrode auf das Potential des galv. Elementer) -Identifizieruny der hocxiegierten Sonderstahle -Zusammen-Jarrxng.
An Verfahren zur raschen und sicheren Identifizierung von Legierungen, die f u r die Sortierung von Legierungsschrott und zur Aufklarung von Materialverwechslungcn von groflter Bedeutung sind, ist die Forderung zu stellen, dafl sic eintach in ihrer Anwendung sind und' ein rasches und sicheres Urteil iiber den zu untersuchenden Werkstoff erlauben. Komplizierte Apparaturen scheiden aus, w-enn solche Untersuchungen beispielsweise auf dem Schrottplatz vorgenom'men werden sollen.
Auf dem Sektor Stahl bedient man sich schon seit langem einfacher Unterscheidungsmerkmale, wic sie die Fcnkenprobe bietet, die jedoch nicht immer ein sicheres Kriterium darstellr. Als weitere Bnfache Prufung kann no& das Nmagnetische Verhalten des Stahls herangezogen werden. Alle diese Priifungen gestatten jedoch nur eine verhaltnismaflig grobe Unterteihng und reichen fur die Bedurfnisse . der Praxis nicht aus.
Weitere Aufschliisse ubcr die in einer Legierung enthaltenen Elemente erhalt man durch di'e Verfahren der qualitativen Mikrochemie, die sog. Tupfelreaktionen 1). Sic beruhen auf spezifischen Farb-bzw. Fallungsreaktiorien verschiedener Elemente und gestattcn bei entsprechender Ubung auch halbquantitative Aussagen. Der Nachteil dieser, treffend als zerstorungsfreie chemische Merkstoffpriifung bezeicbneten Verfahren besteht darin, dafl meist auf eine groBere Zahl von Legierungselementen gepriifi werden mua, um eine Legierung eindeutig zii charakterisieren, was naturgemaB eine betrachtliche Zeit erfordert. Vie1 einfacher ware, iiber eine Methode zu verfiigen, durch die nicht die einzelnen Legierungselementc, sondern der Legierungstyp bestimmt werden kann. Dieses Ziel verfolgt das von M. Nieflnerp) angegebene Priifverfahren.