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Das Helligkeitsunterscheidungsverm�gen der Elritze (Phoxinus laevis)

✍ Scribed by Sgonina, Kurt


Publisher
Springer-Verlag
Year
1933
Weight
343 KB
Volume
18
Category
Article
ISSN
0044-362X

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✦ Synopsis


A. Einleituug. Im Anschlu$ an die Untersuchung iiber die Helligkeitsunterscheidung des Igels und des Menschen (2) bat reich Herr Prof. Dr. HERTZ, dieselben Versuche mit einem Tiere zu machen, dessen Grauunterscheidungsver-m6gen zwisehen denen der beiden oben angefiihrten Objekte liegt. Da aus friiheren Versuehen bekannt war, dab die Elritze gut Helligkeiten unterscheiden kann, schien sie mir ein geeignetes Tier dafiir zu sein. Herrn Professor Dr. Hm~TER bin ieh fiir seine freundliche Unterstiitzung bei meiner Arbeit zu groflem Dank -r B. Material und Methode. Die Versuche wurden mit drei Elritzen gemacht, die ich yon einem H~ndler in Berlin kaufte. Die Fische wurden einzeln gehalten. Sand und W~sserpflanzen fehlten in ihren Beh~ltern. Elritze A war 41/2, Elritze B 6 und Elritze C 8 em lang. Die Dressurgei~fle waren einfache Aquarien yon ungef~hr 30 • 20 • 20 em GrSl3e, die ieh mit Gaze oder mit Glasscheil)en zudeckte. Der Tisch, auf dem die Gef~13e standen, war ungei/Lhr 21./2 m yon drei Erkerfenstern entiernt. Die Versuche machte ich im diffusen Tageslieht in der Zeit von 10--15 Uhr in den Monaten Mai, Juni, Jlfli und Anfang September (mit Elritze C nach dem Tode der beiden anderen Fische, die infolge der Hitze im August starben). DaB Wasser wurde nie geweehselt. DaB dies einen Einflu~ auf das Verhalten der Tiere hatte, konnte ieh an meinen Fischen nicht feststellen. Die Elritzen arbeiteten w~hrend der gan~en Untersuehung gleich schnell. Nur bei den t~glichen Versuehen liel~en sieh Schwankungen in dem Benehmen beobaehtcn. Bei der ersten und zweiten Dressurfiitterung, die ich an icdem Tage mit ~hnen machte, waren sie sehr wild und w~hlten deshalb oft sehleeht (Elritze A und B). Naeh einmaliger Strafe arbeiteten sie dann gut. Wenn sie satt waren, kiimmerten sie sich kaum um das Futter. ' Bewegungen, Erschiitterungen und ~nderung der Umweit machten die Fisehe sehr unruhig und liel~en sie fiir einige Zeit aussetzen (3, S. 446; 4, S. 216). Ieh arbeitete nach der Methode yon H~Tm~ (I~S. 690). Die Elritzen lemten schnell vom Draht zu fressen. Dann wurden sie mit tier ,,Dressurgabel" gefiittert. Als Belohnung diente Kiise, als Strafe Wachs. Die vet-5 E4rit=en


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