Das Fluor und die Esterregel
β Scribed by van Loon, J. ;Meyer, Victor
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1896
- Weight
- 365 KB
- Volume
- 29
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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β¦ Synopsis
Frage (ob dasselbe bei niedriger Temperatur ganzlich reactionslos sei oder nur enorm langsam reagire) neulich l) experimentell behandelt.
Das ist bei einem so einfachen unorganischen Gemenge miiglich, da hier Nebenreactionen, welche Verharzung herbeifiihren, ausgeschlossen sind. Bei den aromatischen Sauren verhindert das Eintreten der letzteren Erscheinung, die Versuche Monate odcr Jahre hindurch fortzusetzen, und macht daher eine im strengsten Sinne e n d g i l t i g e Beantwortang der Frage whwieriger, als bei unorganischen Korpern.
H e i d e l b e r g , Universitats-Laboratorium. 143. J. van L o o n und V i c t o r M e y e r : Das Fluor und die Esterregel. [Mitgetheilt von Victor Meyer.] (Eingegangen am 14. Marz; mitgetheilt in der Sitzung von Hrn. S. Gabriel.) Schon wiederholt habe ich2) auf die fundamentale Bedeotung hingewiesen, welche einer Untersuchung des Fluors in Bezug auf die Theorie dcs Estergesetzes eukommt. Meine friiheren Arbeiten hatten ergeben, dass bei o-o-substituirten BenzoEsanren die Gruppen CH3 und O H die Esterbildung nur sehr s t a r k o e r z o g e r n , die Radicale C1, Br, 53 und NOa4) dieselben aber, soweit nachweisbar, g a n zl i c h a o f h e b e n . Es war nun zu prufen, ob dieser wesentliche Unter-9 V. Meyer und W. Raum, diese Berichte 28, 1895. a) Diese Berichte 28, 1261 nnd 3197.
3, Bisher war diese Gesetzmassigkeit nur fur C1, Br und NO2 von mir nachgewiesen worden. Dass sie auch fur das Jod gelte, war nicht zweifelhaft, auf meinen Wunsch ist dies inzwiscken von Hrn. R u p p noch direct nachgewiesen worden, indem er zeigte, dass die neuerdings von ihm dargestellte T e t r a j o d t e r e p h t a l s i i u r e durch Alkohol und Salzsaure weder in der Kalte n o c h i n d e r H i t z e e s t e r i f i c i r t wird. Ueber die von ihm dargestellten Tetrachl or-, Tetrabrom-nnd Tetrajod-Ortho-, Tere-und IsophtalsBuren wird derselbe demniichst berichten, ebenso uber das bei dieser Gelegenheit yon ihm entdeckte Hexajodbenzol, welches gelbe Nadeln bildet, die bei circa 350Β° C unter geringer Zersetzung schmelzen. Von den fruher von anderen Forschern vermuthungswejse als Hexajodbenzol angesprochenen Kijrper iat die Substanz in jeder Hinsicht verschieden.
- Leider kanu die C a r b o x y l g r u p p e , welche, nach ihrem hohen Molekulargewichte (45) sich dem C1, Br, J und NO3 anschliessen sollte, nioht zum Vergleich herangezogen merden. Denn die hier in Betracht kommenden SHuren, welche wenigstens 2 Carboxylgruppen neben einander enthalten mussen, sind substituirte n P h t a l s a u r e n -und gehen als solche leicht in A n h y d r i d e fiber, welche letztcre nach den Untersuchungen von G r a e b e und L e o n h a r d t 54 *
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