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Das Einzelfuttermittel Tierfett als natürlicher Rohstoff in der Tierernährung

✍ Scribed by Niemann, Harald


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1996
Weight
450 KB
Volume
98
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


Vortrag, gehalten auf d e m DGF-Symposium ,,Einsatz von Phospholipiden, Fetten und Olsaaten im Mischfutter zur Steigerung der Leistung und Gewinnung hochwertiger Nahrungsmittel" i m November 1995 in Wallenhorst. Bei der Verwertung von Schlachtnebenprodukten, beispielsweise Knochen, und Tierkorpern werden hygienisch sichere Einzelfuttermittel produziert: Fleischmehle und Tierfett. Wie die einzelnen Fleischmehle -Tiermehl, Fleischknochenmehl, Federmehl, Blutmehl -ist auch Tierfett in der Anlage 1 zur Futtermittelverordnung als Einzelfuttermittel zugelassen. Dort finden sich nahere Angaben zur Deklaration und Beschaffenheit des Produktes. Die Herstellung erfolgt in Tierkorperverwertungsanlagen oder Schlachtnebenprodukte verarbeitenden Spezialbetrieben unter von veterinarhygienischen Gesichtspunkten definierten Bedingungen. Besonderes Augenmerk ist auf die Deklaration zu legen. Tierfett ist nicht zu verwechseln mit in der Futtermittelverordnung nicht ausdrucklich zugelassenen Futterfetten. Die im Friihjahr 1995 aufgekommene Diskussion um Nickelriickstande in Futterfetten betrifft nicht das Einzelfuttermittel Tierfett, das nur durch mechanisches Abpressen hergestellt wird, so daR keine Nickel-Riickstande Eingang in das Produkt finden. Tierfett hat als Komponente im Mischfutter andere Eigenschaften als pflanzliche Fette. Mit der Komponente Tierfett kann zu einer harteren Konsistenz des Schlachtkorpers, insbesondere des Specks, beigetragen werden. Fleisch-und Fettqualitat des Schlachtkorpers konnen nach neuen MeBmethoden rasch gepriift werden. Tierfett ist als Rohstoff fur die Mischfutterindustrie natiirlich vorhanden. Nicht erst seit der Novellierung des Kreislaufwirtschafts-und Abfallgesetzes is1 der Kreislaufgedanke und die Ressourcenschonung Leitlinie des UmweltbewuBtseins. Die Gewinnung von Tierfett aus Schlachtnebenprodukten und Tierkorpern Fuhrt die Energiequelle Fett iiber das Tierfutter in den landwirtschaftlichen Veredelungskreislauf zuriick. Straight feedingstuff "animal fat" as natural component in feedrations.

Straight feedingstuffs like animal proteins and fats are derived from animal byproducts. e.g. bones, and fallen stock. Animal fat is approved as straight feedingstuff in EEC-and German legislation as well as meat meal, meat-and bone meal, blood meal and hydrolysed feather meal. The definitions demand for detailed labelling. Production takes place in rendering plants under defined veterinary conditions. Correct labelling is important: it is not allowed to declare compounds as animal fat.The nickel discussion in early 1995 did not concern animal fat because it is produced mechanically by removing from the raw material. No nickel catalysts are used. This is why animal fat does not contain nickel residues. Animal fat has a different effectivity in animal nutrition than vegetable oils. It leads to stable meat, especially bacon. The quality of meat and bacon can be checked quickly according to new methods. Animal fat exists naturally for the compound feed industry. It derives from natural resources and is thus worth being brought back to the natural circle. This protects the environment from unnecessary disposal of a useful nutritive substance and source of energy.