𝔖 Bobbio Scriptorium
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Darstellung von Scillarenin, dem primären Aglykon von Scillaren A, mit Hilfe eines adaptiven Enzyms. 28. Mitteilung über Herzglykoside

✍ Scribed by A. Stoll; J. Renz; A. Brack


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1951
Tongue
German
Weight
812 KB
Volume
34
Category
Article
ISSN
0018-019X

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✦ Synopsis


Abstract

Durch Kultur des Penicilliumstammes 889 auf einer Nährlösung, die als Kohlenstoffquelle ausschliesslich Rhamnose enthielt, wurde ein Enzym gebildet, das Proscillaridin A in das bisher unzugängliche primäre Aglykon Scillarenin und Rhamnose spaltet. Durch Oxydation der im Scillarenin erhaltenen Hydroxylgruppe an C3 konnte ein α,β‐ungesättigtes Keton gewonnen werden, das sich als identisch erwies mit dem Anhydro‐telocinobufagon, einem Abbauprodukt des Krötengiftes Telocinobufagin. Da in beiden Präparaten der doppelt ungesättigte sechsgliedrige Lactonring unversehrt geblieben ist, so beweist ihre Identität, dass Scillaglykoside und Krötengifte dieselbe Lactonseitenkette besitzen.