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Darstellung und Struktur von U2Ta6O19, einer neuen Verbindung mit „Jahnberg-Struktur”, sowie Anmerkungen zu den ersten Oxidchloriden in den Systemen Th/Nb/O/Cl und Th/Zr(Hf)/Nb/O/Cl

✍ Scribed by Michaela Schleifer; Jochen Busch; Barbara Albert; Reginald Gruehn


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2000
Tongue
German
Weight
184 KB
Volume
626
Category
Article
ISSN
0372-7874

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✦ Synopsis


Inhaltsu È bersicht. U 2 Ta 6 O 19 entstand u È ber chemischen Transport mit HCl (p (HCl, 298 K) = 1 atm; Quarzglasampulle) im Temperaturgefa È lle (T 2 ® T 1 ; 1000 °C ® 950 °C) in Form schwarzer hexagonaler Kristalle bei T 1 ausgehend von einem Gemenge aus UO 2 , Ta 2 O 5 und HfO 2 (bzw. ZrO 2 ) (1 : 2 : 2) als Ausgangsbodenko È rper bei T 2 . Im Laufe der Strukturbestimmung wurde das beste Verfeinerungsergebnis in der Raumgruppe P6 3 /mcm (Nr. 193) mit den Gitterkonstanten a = 6,26(2) A Ê , c = 19,86(6) A Ê erhalten. U 2 Ta 6 O 19 ist isotyp zu Th 2 Ta 6 O 19 . In der Kristallstruktur ist jedes U-Atom in Form eines zweifach u È berdachten trigonalen Antiprismas von acht O-Atomen, jedes Ta-Atom pentagonal-bipyramidal von sieben O-Atomen umgeben. Wie bei den von Jahnberg beschriebenen Strukturen sind beide Koordinationspolyeder fu È r sich in Schichten (U±O-Polyeder in o-, Ta±O-Polyeder in p-Schichten) so angeordnet, daû sich die Schichtabfolge p-p-o in c-Richtung ergibt. Mit Hilfe des chemischen Transportes gelang es auch, die erste quaterna È re Verbindung Th 12 Nb 16 O 63 Cl 2 und die ersten quinquina È ren Verbindungen Th 8 M 4 Nb 16 O 63 Cl 2 (M = Zr, Hf) der entsprechenden Systeme darzustellen. Alle drei Verbindungen sind zueinander isotyp.