Darstellung und Eigenschaften der Pyrrol-N-carbonsäure, sowie ihres Amids, Pyrrolids und Glycin-Derivates
✍ Scribed by Tschelinzeff, W. ;Maxoroff, B.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1927
- Weight
- 456 KB
- Volume
- 60
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
Ich mochte bei dieser Gelegenheit zu den friiheren Mitteilungen iiber die gem i s c h t e n C a r b o n y 1 e d e s R u t h e n i u ms 3), 0 s miu ms 4, und I r i d i u m s &) noch nachtragen, daB durch die Isolientng dieser Kohlenoxyd-Verbindungen die Zweiwertigkeit bei den genannten Elementen durch wohldefinierte Verbindungen noch mehr als bisher charakterisiert worden ist. Vom Iridiume) sind eine Reihe Verbindungen der zweiwertigen Stufe bereits beschrieben, wahrend fur Osmium nur das von Ruff') in etwas unreiner Form erhaltene Dichlorid OsCl,, fur Ruthenium die von Claus, spater von Howes) beschriebene komplexe Saure H4RuCye und ihre Salze die zweiwertige Stufe vertreten. Fur die Existenz von zweiwertigem R h o d i u m liegt aber bisher uberhaupt noch kein Beleg vor. Fur das Rhodium wurde also durch die Arbeit von M a n c h o t und Kiinig zum erstenmal die zweiwertige Form durch eine wohldefinierte Verbindung festgelegt. Damit ist fur a l l e Platinmetalle die zweiwertige Stufe bekannt, wahrend die einwertige Stufe bei ihnen, wie es scheint, noch nicht beobachtet wurde.
Bei den Nachbar-Elementen des Eisens kennt man dagegen jetzt eine geschlossene, vom Mangan uber Eisen, Kobalt und Nickel bis zum Kupfer sich erstreckende Reihe einwertig auftretender Elemente.
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z e f f und B. Maxoroff: Darstellung und Eigenschaften der Pyrrol-N-carbonsaure, sowie ihres Amids, Pyrrolids und Glycin-Derivates. [Aus d. Lahorat. fur organ. Chemie d. Universitat Saratoiv (RuOland).j (Eingegangen ani 11. November 1926.) Der E s t e r d e r P y r r o l -N -c a r b o n s a u r e ist zuerst von G. Ciamician und M. D e n n s t e d tl) durch Einwirkung von Chlor-kohlensaure-ester auf Kalium-pyrrol, spater von uns2), durch Einwirkung des gleichen Esters auf Pyrryl-magnesiumbromid und neuerdings auch auf Pyrrol in Gegenwart von Natrium bzw. Natrium-oder Kaliumathylat in absol. Ather erhalten worden. Da wir bei allen diesen Versuchen jedodh verhaltnisniafiig nur sehr Meine Ausbeuten an Ester erzielten, fragten wir uns, ob vielleicht ein Teil des Produktes verseift und in das Salz der Saure verwandelt worden sei. Dies veranlaBte uns, die bei der Zersetzung der Reaktionsprodukte mit Wasser entstehende Losung etwas naher zu untersuchen ; hierbei wurden wir zur Entdeckung der f r e i e n P y r r o l -N -c a r b o n s a u r e gefuhrt. Weiterhin war zu prufen, ob in der alkalischen Losung der Reaktionsprodukte etwa nicht nur die Pyrrol-N-carbonsaure als Salz vorlag, sondern auch die mit ihr isomere P y r r o l -a -c a r b o n s a u r e enthalten war. Von der ersteren Saure envarteten wir, da13 sie sich beim Ansauern mit 3) Manchot und KGnig, B . 57, 2130 [rg24]. 4) Manchot urid Konig, B. 58, 229 [1g25]. 6) Manchot und G a l l , B. 58, 232 [Ig25]. 0 ) Claus, A. 107, 137 [1857]; Seubert, B. 11, 1761 iI8781. 7) R u f f , Ztschr. anorgan. Chem. 65, 455 [I~IO]. 8 ) Howe, Journ. Amcr. chem. SOC. 18, 981 [1896]. 1) B. 15, 2579 [1882]; A. 210, 400. 2) Journ. Kuss. Phys.-chem. Ges. 1915, I 161.