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Darstellung, Charakterisierung und Struktur funktionalisierter Fluorphosphaalkene des Typs R3E–P=C(F)NEt2 (R/E = Me/Si, Me/Ge, CF3/Ge, Me/Sn)

✍ Scribed by J. Grobe; D. Le Van; J. Winnemöller; A. H. Maulitz; B. Krebs; M. Läge


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2000
Tongue
German
Weight
145 KB
Volume
626
Category
Article
ISSN
0372-7874

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✦ Synopsis


Professor Gerd Becker zum 60. Geburtstag gewidmet Inhaltsu È bersicht. P-funktionalisierte 1-Diethylamino-1-fluor-2-phosphaalkene des Typs R 3 E±P=C(F)NEt 2 [R/E = Me/Si (2), Me/Ge (3), CF 3 /Ge (4), Me/Sn (5)] entstehen aus HP=C(F)NEt 2 (1, E/Z = 18/82) durch Umsetzung mit R 3 EX (X = I, Cl) in Gegenwart von Triethylamin als Base ausschliesslich als Z-Isomere. 2±5 sind thermolabil, so daû nur die stabileren Vertreter 2 und 4 in reiner Form isoliert und vollsta È ndig charakterisiert werden konnten. 3 und 5 zersetzen sich schon bei Temperaturen oberhalb ±10 °C, lassen sich aber durch 19 F-und 31 P-NMR-Messungen eindeutig identifizieren. Die Z-Konfiguration wird durch typische NMR-Da-ten sowie durch Ro È ntgenstrukturanalyse von 4 bewiesen und durch ab initio Berechnungen beider Konfigurationen der Modellverbindung Me 3 Si±P=C(F)NMe 2 besta È tigt. Das relativ stabile Derivat 2 wird als Edukt fu È r die Umsetzungen mit Pivaloyl-, Adamantoyl-bzw. Benzoylchlorid verwendet, die unter Spaltung der Si±P-Bindung zu den push/pull Phosphaalkenen RC(O)±P=C(F)NEt 2 [R = tBu (6), Ad (7), Ph (8)] fu È hren, in denen an der p-Delokalisation mit der P=C-Doppelbindung auûer dem einsamen Elektronenpaar am Stickstoff auch die Carbonylgruppe beteiligt ist.