Coagulase-reacting-factor und Anticoagulase beim Neugeborenen und beim S�ugling
✍ Scribed by Marget, Walter ;Tratnik, Lek
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1960
- Weight
- 206 KB
- Volume
- 84
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
Wie SMITH u. HALE (1944) demonstrieren konnten, ist ftir die Aktivierung der Staphylokokkencoagulase ein weiterer, im Wirtsorganismus vorhandener Faktor erforderlich, der yon TAGER die Bezeiehnung reacting f~ct~r (RF) erhielt. Von EL]~X wurde diese Substanz, dSe wahrscheinlieh einen prothrombinartigeH Charakter tr~gt, accessory factor genannt. ELEX bezeichnete das Substrat beider Faktoren als Coagulase-thrombin, das analog dem mensehliehen Thrombin in der Lage ist, aus Fibrinogen Fibrin zu bilden. Diese aktive Coagulase unterscheidet sieh jedoeh in versehiedener Hinsieht erheblieh yon dem gleiehsinnig reagierenden Throm-bL~ (WM~KER, SCH)~EER u. DEROW) und 1/~Bt sich nieht in den Ablauf einer normalen Blutgerinnung einschalten (W~TsoN).
Es kann als erwiesen gelten, dab die aktive Coagulase, die ja nur durch das Vorhandensein des RF zum Zuge kommt, eine erhebliehe patho-gen~tische Bedeutung bei Staphylokokkeninfektionen hat (G~oss; SMITH U. HALE; SMITH, HALE U. SMITH; RAMMELKAMP). Besonders die Untersuehungen yon EKSTED und NU~GESTER demonstrierten, dab die aktive Coagulase die antibakteriellen Eigenschat~en des Serums hemmt.
Da nun bei eoagulasepositiven Staphylokokkenst~mmen die Coagulase grSl]tentefls mit einer gewissen Konstanz anzutreffen ist, hat sich in neuerer Zeit das Interesse mehr dem zur Funktion erforderliehen RF zugewandt, der bei verschiedenen Tierarten in untersehiedlieher Quantit~t auftritt (TAoER U. HALES; DUTHI~ U. LORENZ).
Beim Menschen konnten I:~AMMELKAMP U. LEBOVITZ zeigen, dab bei Kindern unter 2 Jahren wesentlich niedrigere l~F-Titer anzutreffen sind als bei ~lteren Kindern und bei Erwachsenen. Diese Beobaehtung fiihrte wiederum zu der Vermutung, dab dem RF doch eher eine Schutzfunktion zukommen mfisse. Dabei wurde allerdings auBer acht gelassen, dab nicht Kinder unter 2 Jahren besonders gef~hrdet sind, sondern vor allem die Neugeborenen unter sehweren Staphylokokkel~afektionen am meisten zu leiden haben. Dieser Altersgruppe wurde aber yon RAMMELKAMP U.
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