Chemische Untersuchung schädlicher Käse
✍ Scribed by H. Wackenroder
- Book ID
- 101615936
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1853
- Tongue
- English
- Weight
- 183 KB
- Volume
- 125
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Irn
Juli v. J. erkrankten auf einem Oekonomiegute im Lippe'schen zwei Personen von dreien, welche gleichzeitig Kase, der nach dort landesiiblicher Silte zubereitet worden, in massiger Menge verzehrt hatten. Man glaubte daher in diesem Kase ein Gift voraussetzen zu diirfen ond sendete einige Kase dieser Art an Herrn R o b e r t B r a nd e s , der dio Untersuchung unter meiner Leitung rnit Sorgfalt und Umsicht ausfuhrte.
Die Kase waren von der Grosse eines Eies, aber von fast runder Form, trocken, von brgunlich-gelbem Ansehen, das von dem iifters ublichen Einlegen der Kase in IIopfen herruhren s o h . Auf dem Bruch erschienen sie mehr riithlich, fast fleischfarhen. Der Geruch war etwas sauerlich , aber nicht gerade unangenehrn, der Geschmack dagegen unangenehm sauerlich, unangenehrn wenigstens fur den an diese Art von Kase nicht gewohnten Gaumen. Jede nndere Andeulung von einer Verderbniss des Kases feh I te.
Die chemische Untersuchung richtete sich zuerst auf den Beweis der Abwesenheit unorganischer, insbesondere metallischer Gifte, und dann auf die Anwesenheit organischer Gifte.
I) Ein halber Kase wurde verkohlt. Die Kohle trat an das damit digerirte Wasser ab: ein wenig kohlensaures Alkali, vie1 Chlornatrium und schwefelsaures Natron, eine Spur Kalk und Talkerde. Aber weder in diesem wasserigen, noch in dem mit starker Salpetersaure bewirkten Auszuge der Kohle konnte auf irgend eine Weise ein Erzmetall, ausgenommen eine geringe Menge von Eisen, gefunden werden.
- Die andere Halfte des Kases wurde mit verdiinnter Salzsaure nebst chlorsaurem Kali gekocht, die Losung rnit
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