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Chemie, Pharmakokinetik und Metabolismus von Ginkgo-Extrakt. Eines der bestuntersuchten Phytopharmaka

✍ Scribed by Christian Ude; Alexander Paulke; Manfred Schubert-Zsilavecz; Mario Wurglics


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2009
Tongue
German
Weight
876 KB
Volume
38
Category
Article
ISSN
0048-3664

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✦ Synopsis


Abstract

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass für Ginkgo biloba umfangreiches präklinisches Datenmaterial vorhanden ist. Daneben sind aber auch gerade im Vergleich zu anderen Phytopharmaka die pharmakokinetischen Parameter der Ginkgo‐Spezialextrakte am Beispiel von EGb761^®^ charakterisiert worden. Für die Flavonoide sind die Metabolisierungswege ausführlich beschrieben, so dass dadurch eine gezielte Suche nach den Metaboliten in Plasma‐ und ZNS‐Gewebe ermöglicht wurde. Es konnte für diese Substanzen gezeigt werden, dass sowohl in Plasma als auch im ZNS eine Bioverfügbarkeit gegeben ist. Für Ginkgo‐Triterpenlaktone ist eine hohe Plasma‐Bioverfügbarkeit mit einer schnellen Anflutung und relativ kurzen Halbwertszeiten sowohl im Menschen als auch im Tier gezeigt worden. Ungeachtet dessen ist weiterhin die entscheidende Frage offen, ob die Terpenlaktone aus Ginkgo biloba die Blut‐Hirn‐Schranke überwinden können, um an den eigentlichen Wirkort, das ZNS, zu gelangen. Die Beantwortung dieser Frage ist aktuell Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen.