Chemie in Interphasen – ein neuer Weg für die metallorganische Synthese und Katalyse
✍ Scribed by Ekkehard Lindner; Theodor Schneller; Friedrich Auer; Hermann A. Mayer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1999
- Tongue
- English
- Weight
- 601 KB
- Volume
- 111
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Reaktionen von polymergebundenen Reagentien wurden vor über drei Jahrzehnten durch Merrifield in die Peptidsynthese eingeführt. [1] Seitdem wurde die Technik ständig bis zur automatisierten Festphasensynthese von Polypeptiden, [2] Oligo-und Polynucleotiden [3] sowie Oligosacchariden [4] verbessert. Heute ist die Organische Chemie an Trägern auûerdem eine vielversprechende Möglichkeit zur schnellen und gleichzeitigen multiplen Synthese nichtpolymerer Moleküle. [5] Hauptvorteil dieser Festphasenreaktionen ist, daû man mit der Filtration eine sehr schnelle und einfache Methode zur Abtrennung des Reaktionsprodukts von der Reaktionslösung nutzen kann. [6] Auûerdem erlaubt die Festphasensynthese den Einsatz von Reagentien im Überschuû, um die Vollständigkeit von Reaktionen zu erzwingen, da die Reagentien anschlieûend mühelos von den Polymerkugeln abgewaschen werden können. Neben dem ökonomischen Interesse an immobilisierten Reagentien spielen auch ihre ökologischen Vorteile eine wachsende Rolle.
Um den erheblichen Nachteil von Homogenkatalysatoren ± die Schwierigkeit, Katalysator und Reaktionsmischung zu trennen ± zu beseitigen, wurden schon vor über zwanzig Jahren Versuche unternommen, die Prinzipien der Festphasensynthese auf Übergangsmetallkomplexe zu übertragen. [7] Die Verknüpfung eines Homogenkatalysators mit einer Matrix ist grundsätzlich auf mehrere Arten möglich. Am häufigsten findet man die Fixierung über Donorliganden, die [
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