Ch. Friedel, aus Paris den 10. December 1869
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1869
- Weight
- 244 KB
- Volume
- 2
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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โฆ Synopsis
Der Versuch hat meine Erwartung durchaus bestiitigt. Bringt man ungefahr gleiche Arquivaleute Schwefelshreanhydrid und Sohwefelkolilenstoff zusammen und erwiirmt gelinde auf dem Wasserbade, so tritt nach kurzer Zeit eine regelmlissige Gasentwickelung ein. Das eiitweichende Gas riecht sehr stark nach schwefliger SBure, von dieser a h w und Schwefelkohlenstoff befreit, besitzt CJ alle die Eigenschaften des von T h a n entdeckten Kohlenoxysulfids. Seine Zusammensetzung wurde auch durch A nalyse, durch Verpuffung rnit Sauerstoff bestirnnit.
Nach vollendeter Einwirkung erwies sich der Riickstand, nach Abdestilliren des uberschiissigrn Schwefelkohlenstoffes, als reiner Scbwefel.
Mit Versuctien ijber die Verdichtung des Kahlenoxysulfids und iiber die gleichzeitige Einwirkung dieses Gases und Natriums auf Phenol bin icb jetzt beschfftigt.
Beim Erbitzen von Chrornsaureanhydrid und Schwefelkohlenstoff in zugeschmolzenen Rohren, bei 1800 habe i'ch ebenfalls die Bildung von kleinen Quantitiiten Kohlenoxysulfids beobachtet.
Correspondenzen.
- Ch. Friedel, aua Paris den 10. December 1869. Die Sitzung der Akademie vom 22. November bot nichts, waa fiir die Chemie von Interesse war, ausser eine Mittheilung von Hrn. B o n t e m p s , welche sich auf die FBrbung bezog, der Fensterscheiben und Spiegelglaser unterworfen sind, welche man der Einwirkung des Lichts aussetzt. Hr. P e l o u z e hat diese Wirkung dem immer in diesen Substanzen enthaltenen Schwefel zugeschrieben. Nnchdem Hr. B o n t e m p s durch Versuche, welche Hr. G a f f i e l d und er selbst anstellte, gefunden hat, dass sehr reine, mit kohlensaurem Natron bereitete Glaser sich mindestens ebenso schnell farben, als die Sulfate enthaltenden, und dass die End-Farbung, nachdem sie durch gelb und zwiebelschalenfarben hindurch gegangen ist, violett wird , ist er der Ansicht, dass diese Wirkung durch eine Yeroxydation der Oxyde von Eisen und Mangan hervorgerufen wird , indem letzteres sich zuletzt oxydirt. S i t z u n g v o m 29. N o v e m b e r . Hr. V a l s o n ist der Ansicht, dass man sich der Messung der Capillarerscheinungen , welche verschiedene Kijrper zeigen, bedienen kann, om die molekulare Wirkung dieser Rijrper zii vergleichen. Er misst also, um nach diesem Gesichtspunkt hin Chlor, Brorn und J o d zu vergleichen , diejenigen Mengen von Flussigkeit , w e l c h in einer
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