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Calixaren-Kupfer(I)-Komplexe als Modelle für einkernige Kupfer-Zentren in Enzymen

✍ Scribed by Sébastien Blanchard; Loïc Le Clainche; Marie-Noëlle Rager; Benoît Chansou; Jean-Pierre Tuchagues; Arthur F. Duprat; Yves Le Mest; Olivia Reinaud


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1998
Tongue
English
Weight
132 KB
Volume
110
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Metalloenzyme sind faszinierende natürliche ¹Fabrikenª, die organische Moleküle mit hoher Effizienz und Selektivität umsetzen können. [1] Chemische Modelle für Metalloenzyme können zur Aufklärung der Reaktionsmechanismen beitragen, die den Katalysecyclen zugrundeliegen, und zur Entwicklung neuer wirksamer und selektiver Reagentien für die Synthesechemie. Obwohl Kupferenzyme, die nur ein Metallatom enthalten, eine wichtige Proteinklasse sind, [2] gibt es kaum chemische Systeme, mit denen sich die chemischen Eigenschaften eines solchen einkernigen Kupfer-Zentrums simulieren lassen. Der erste Schritt zur Entwicklung eines derartigen biomimetischen Systems ist der Entwurf eines synthetischen Modells für das aktive Kupfer(i)-Zentrum (bei der Aktivierung kleiner Moleküle liegt das Kupfer-Zentrum in dieser Oxidationsstufe vor). [2] Hierbei sind drei wichtige Anforderungen zu erfüllen: * Ein mehrzähniger Ligand muû das Kupfer(i)-Ion koordinativ binden und dabei die geometrische Anordnung und die Art der Aminosäurereste in der Koordinationssphäre des enzymgebundenen Metalls simulieren. * Die Bildung zweikerniger Spezies ist durch die Wahl einer geeigneten (Koordinations)umgebung zu verhindern. * Eine freie Koordinationsstelle muû für die Anlagerung und den Austausch externer Liganden zur Verfügung stehen. * Die klassische Strategie zum Schutz des metallischen Redox-Zentrums besteht in der Feinabstimmung der von einem tripodalen Liganden gebildeten Koordinationsumgebung. Dies bedeutet aber ein Dilemma: Eine zu starke sterische Abschirmung würde das Kupfer(i)-Ion daran hindern, mit einem von auûen kommenden Substratmolekül zu reagieren; eine zu geringe Abschirmung würde die [*] Dr.