𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Brownlee, K. A.: Statistical Theory and Methodology in Science and Engineering. Wiley, New York 1960; 570 S., $ 16,75

✍ Scribed by Enderlein, G.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1961
Weight
104 KB
Volume
3
Category
Article
ISSN
0006-3452

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✦ Synopsis


BROWNLEE, K. A.: S t a t i s t i c a l T h e o r y and Methodology in Science a n d Engi-

Dieses neue elementare Lehrbuch mathematisch-statistischer Methoden beginnt mit einer kleinen Einfiihrung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung, in der einige der wichtigsten BegrifFe ( Wahrscheinlichkeit, zufiillige Veriinderliche, Erwartung, Varianz, Verteilung) erliiutert werden. Im zweiten Kapitel wird ganz kurz erkliirt, was man unter Punktschatzung, der Methode Maximum-Likelihood, einem statistischen Test, Power und Vertrauensgrenzen versteht. Kapitel 3 und 4 enthalten Tests, die sich BUS der Binomial-, der Poisson-, und der hypergeometrischen Verteilung ergeben, und etwas zur Theorie dieser Verteilungen. In Kapitel 5 werden x 2 -und multinomiale Verteilung sowie XZ-Test in Kontingenztafeln behandelt, in Kapitel 6 Runtests, ein entsprechender parametrischer Test und Kontrollkarten. Kapitel 7 bringt einige nichtparametrische Tests, Kapitel 8 bespricht die Zerlegung der Summe der Quadrate. In Kapitel 9 finden wir schlieBlich Tests zum Vergleich von Varianzen und Mittelwerten. Die restlichen zehn Kapitel behandeln auf 300 Seiten Varianzanalyse, einfache und multiple Regression mit ihren Wechselbeziehungen; jedoch bei weitem nicht so vollstiindig, wie es die Seitenzahl vermuten liilt. Im Anhang sind zehn Tabellen zusammengestellt. Leider werden -entgegen den Erwartungen, die man beim Lesen des Titels und der Seitenzahl hegt -wesentliche Gebiete der statistischen Theorie und Methodik wie z. B. die Testtheorie, Punkt-und Intervallschatzung nur kurz gestreift, die Entscheidungstheorie, die Stichprobentheorie, viele Gebiete der multivariablen Analyse und die Sequenzanalyse gar nicht behandelt.

Der Autor will mit seinem Buch die Leser ansprechen, denen eine mathematische Darlegung der mathematisch-statistischen Theorie nicht oder nur mit sehr groI3er Miihe zugiinglich ist, die aber nicht nur die Rezepte kennenlernen, sondern an Hand eines Lehrbuchs zu einem Verstiindnis der Prinzipien gelangen mochten. Man kann den Versuch, einen Mittelweg zwischen mathematisch-theoretischer und rezeptmiiBiger Darlegung zu gehen, im wesentlichen als durcheus gegliickt bezeichnen, wenn man einmal von der Problematik der Wahl eines solchen Mittelweges absieht. Mit etwas Vorkenntnissen in elementarer Algebra ist das Buch leicht zu lesen, auch die angefuhrten Beweise sind unschwer zu verstehen. Mit diesen Beweisen wird keine mathematisch exakte Fundierung gegeben, sondern nurund das ist ja fur einen Anwender das Wichtigstedas Verstandnis der Methoden


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