Bildungsreformen in der Schweiz: Zwang zur Profilierung im Hochschulsystem
✍ Scribed by Beat Hotz-Hart
- Publisher
- Swiss Political Science Association
- Year
- 2010
- Tongue
- German
- Weight
- 78 KB
- Volume
- 16
- Category
- Article
- ISSN
- 1420-3529
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✦ Synopsis
In den 1990er Jahren wurden im Bildungssystem der Schweiz wesentliche Reformen in die Wege geleitet. Dies nicht zuletzt aufgrund des Schocks, der 1992 durch die Ablehnung des Beitritts zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) entstanden war: die Wettbewerbsfähigkeit sollte verbessert werden. Die wegleitenden Vorstellungen und Absichten für diese Reformen fokussierten auf die Stärkung des binären Systems. Neben dem Bildungsgang über das Gymnasium an die universitäre Hochschule sollte die Attraktivität der berufsorientierten Bildung gesteigert werden. Für Lernende in der beruflichen Grundbildung sollte ein neuer Abschluss angeboten werden -die Berufsmaturität -, der ihnen Zutritt zu einer Tertiärbildung möglich macht. Dies in Verwirklichung des Grundsatzes "kein Abschluss ohne Anschluss". Gleichzeitig wurde ein Grossteil der höheren Fachschulen zu Fachhochschulen (FHs) im Tertiär A Bereich 1 ausgebaut und aufgewertet.
Im Fachhochschulgesetz (1995) wurde den Schulen ein vierfacher Leistungsauftrag gegeben: neben der Lehre und Weiterbildungsangeboten auch die Verfolgung anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung (aF&E) sowie die Erbringung von Dienstleistungen für Dritte. Gegenüber den universitären Hochschulen sollten sie "gleichwertig, aber andersartig" sein, was so viel bedeutet wie Tertiärstufe mit hohem Praxisbezug in enger Zusammenarbeit mit den Praxispartnern. Gewähr dafür sollten u.a. die Zugangsbedingungen geben. Die FHs waren für Lernende mit einer Berufsmaturität gedacht. Das Konzept der FH war weitgehend eine Weiter-Das Konzept der FH war weitgehend eine Weiter-FH war weitgehend eine Weiterentwicklung des Konzepts der etablierten Ingenieurschulen-HTL. 2
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