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Beziehungen zwischen dem Protein-Gehalt und dem Ernährungszustand des Rotbarsches (Sebastes marinus L.)

✍ Scribed by Brandes, C.-H. ;Dietrich, R.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1957
Weight
383 KB
Volume
59
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


a n d e s und Dr. R. D i e t r i c h Azis den1 Institut fur Meeresforschung, Bremerhauen Bei unseren langjahrigen Untersuchungen uber die Beziehungen zwischen der chemischen Zusammensetzung und dem biologischen Zustand der Heringe sind wir u. a. zu dem Ergebnis gekommen, dai3 der Stickstoff-Faktor N ~6 . 2 5 fur die Berechnung des Protein-Gehaltes durch den Faktor N 5.72 ersetzt werden mui3te. Von besonderem Interesse erschien es uns, im weiteren Verlauf unserer Untersuchungen der Frage nachzugehen, ob dieser Faktor ( N . 5.72) auch fur andere Fisch-Arten Gultigkeit hatte, insbesondere fur solche, die sich physiologisch und okologisch vollig anders verhalten als der Hering. Am geeignetsten erschien uns hierfur der Rotbarsch. Die analytischen Untersuchungen wurden nach der gleichen Methode wie beim Hering ausgefuhrt. Zur Auffindung des Stickstoff-Faktors fur das Fleisch des Rotbarsches stcllten wir zunachst die gleichen theoretischen Uberlegungen a n wie bei den Arbeiten am Hering. Sie sollen daher hier nur kurz wiederbolt werden. Zur Errechnung des theoretischen Protein-Wertes wurde der analytisch gefundene Fett-Gehalt zugrnnde gelegt und aus der F.W.-Linie fur Rotbarschfilet* der zugehorige Wasser-Gehalt entnommen. Fur den Mineralstoff-Gehalt wurde der analytisch gefundene mittlere Wert von 1.15 O/o eingesetzt. Aus 102 Analysen vom Rotbarsch in unterschiedlichem biologischen Zustand, von verschiedenen Fangplatzen und Fangzeiten ergab sich danach ein mittlerer Wert von 6.01 fur den Stickstoff-Faktor (niaximaler Wert 6.41minimaler Wert 5.54, Tab. 1). Der mit diesem Wert errechnete Protein-Gehalt wurde wie bei den Heringsuntersuchungen in Abhangigkeit vom Wasser-Gehalt graphisch dargestellt (Abb. 1). Hierbei zeigte sich nun, dai3 beim Rotbarsch keine einheitliche mittlere Kurve zu erkennen war, sondern dai3 sich drei in der Richtung verschieden verlaufende Kurven abzeichneten. Da jedoch die Streuung um diese gedachten Kurven mit groi3er werdendem Wasser-Gehalt zunimmt, der Wasser-Gehalt aber, wie wir wissen, in einer gesetzmagigen Beziehung zum Fett-Gehalt steht (F.W.-Linie fur den Rotbarsch *), haben wir den Protein-Gehalt mit dem Fett-Gehalt verglichen. Dabei ergab sich, dai3 diese 3 gedachten Kurven innerhalb gewisser Fett-Gren-Zen liegen, und zwar in den Stufen 1.) von 0 bis 1.5Oo/u, 2.) von 1.51 bis 3.00D/o, 3.) grofler als 3.01 Ole. C.-H. B r u d e s u. K. Dietrich, Vorschlag zur Einfuhrung eines neuen Stickstoff -Faktors zur Berechnung des Protein-Gehaltes im ei3baren Anteil des Herings, Fette * Seifen * Anstrichmittel 56, 499 [ 19541. 2 C.-H. Brandes u. R. Dietrich, Untersuchungen uber Fettund Wasser-Gehalt im ei3baren Anteil des Rotbarsches (Sebastcs marinus L.), Fette -Seifen -Anstrichmittel 58, 433 [l956].