Bestimmung des im Wasser gelösten Sauerstoffes nach Winkler, aber ohne Verwendung von Kaliumjodid
✍ Scribed by Chr. Siegert
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1940
- Tongue
- English
- Weight
- 337 KB
- Volume
- 53
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
Bestiminung d e s i m tCPasaer gel6sten S a u e r s t o l / e s nach W i n k t e r , nber ohne Veruiendung von K a l i u m j o d i d
Diese Gruppierungen sind in den organischen Farbstoffen vorhanden und konnen mit Sauren oder Alkalien die gleichen Grenzformen (Umschlagsfarben) wie in den niedermolekularen Farbindicatoren derselben Reihen ausbilden. Grundbedingung hierfiir ist die Li5slichkeit des Farbstoffs in verdiinnten Sauren, Alkalien, teilweise auch in Wasser. So bedingt z. B. die Gruppierung V i m wasserloslichen Orange I1 dessen Farbumschlag, wahrend bei den analog konstituierten, sulfogruppenfreien, daher wasserunloslichen Azofarbstoffen (Naphthol-, Naphthol AS-, Cibanaphtholfarbstoffe) infolge deren Unloslichkeit kein Farbumschlag zu beobachten ist. Indigocarmin (Disulfosaure des Indigotins) ist infolge der die Loslichkeit bedingenden Sulfogruppen weniger echt als das unlosliche Indigotin.
Die Saure-und Alkaliunechtheiten der Farbstoffe und ihrer Farbungen lassen sich nach folgenden Grundsatzen durch besondere Zusammensetzung des Farbstoffmolekiils oder durch Behandlung auf den Fasern verbessern.
A. Bildet der betreffende Farbstoff erst bei hoherem PH verschieden gefarbte Umschlagsfarben (Grenzformen), so kann deren Umschlagsintervall durch Einfiihrung von Substituenten zu pH-Werten verschoben werden, wie sie bei der Beanspruchung der Farbungen in der Praxis und bei den Echtheitspriifungen nicht erreicht werden; z. B. wirkt sich das Umschlagsintervall des Croceinscharlachs 3 B bei p~ 0,3-1,O fur die Slureechtheit seiner Farbungen nicht ungiinstig aus, da diese Wasserstoffionenkonzentration weder in den Echtheitspriifungen noch bei der praktischen Beanspruchung der Farbungen erreicht wird.
B. Durch Angleichung d e r F a r b t o n e d e r Grenzf ormen (Umschlagsfarben) durch Einfiihrung von Substituenten und die dadurch erzielten Farbanderungen 1. Art, so daB trotz Bildung der Gr-formen bzw. der Shure-oder Alkalisalze keine sichtbare Anderung der Tiefe und Stiirke der Farbungen eintritt. Die gleiche Wirkung zeigt die Unterbringung von Gruppierungen, welche mit der entgegengesetzten Ionengattung Grenzformen (Farbumschlage) der gleichen oder annahernd gleichen Farbtiefe (Nuance) geben, so daB z. B. der Farbton einer durch Sauresalzbildung erzeugten Grenzform (Umschlagsfarbe) bei alkalischer Reaktion durch einen gleichen oder anniihernd gleichen Farbton der durch Alkalisalzbildung hervorgerufenen Grenzform abgelost. wird, ohne daB eine Farbanderung bemerkbar ist . Die gleichzeitige Unter-
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