## Abstract Die kinetisch wirksame Radikalausbeute ist eine chemisch und diffusionskontrollierte Größe. Der Grad der jeweiligen Kontrolle ist systemspezifisch. Die chemische Kontrolle geht hauptsächlich von der Kettenstartreaktion, die Diffusionskontrolle von der Primärradikalrekombination aus. Die
Bestimmung der Radikalausbeute bei der radikalischen Polymerisation
✍ Scribed by Munzer, Von Manfred
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1970
- Tongue
- English
- Weight
- 513 KB
- Volume
- 11
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3146
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✦ Synopsis
Abstract
Die beim Zerfall von Initiatormolekülen entstehenden Radikale starten in Gegenwart polymerisationsfähiger Monomerer nicht ausschließlich neue Radikalketten, sondern werden teilweise durch Nebenreaktionen verbraucht. So geht ein von der Initiatorkonzentration unabhängiger Anteil im sog. Käfig‐Effekt durch Rekombination unter Bildung inaktiver Produkte verloren. Aus diesem Grund ist es erforderlich, für kinetische Berechnungen die Zerfallskonstante des Initiators k~z~ durch eine den Käfig‐Effekt eliminierende Geschwindigkeitskonstante der Bildung freiv Radikale (Radikalbildungskonstante) k~R~ zu ersetzen.
Die aus dem, Käfig austretenden freien Radikale reagieren nach einem von G. HENRICI‐OLIVÉ und S. OLIVÉ aufgestellten kinetischen Schema, wobei die Anteile der startenden, abbrechenden und durch Kombination verlorengehenden Radikale mit f′, g′ und h′ bezeichnet werden.
In der folgenden Arbeit wird gezeigt, daß die Quotienten f′^2^(f′–g′)g′^−2^ und f′^2^ h′^−1^ der Größe [M]^2^ (2 k~R~[I])^−1^ proportional sind. Diese Abhängigkeit ermöglicht die Bestimmung von k~R~ und der Geschwindigkeitskonstanten der Nebenreaktionen und gestattet genaue Aussagen über die Radikalausbeute bei der radikalischen Polymerisation.
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