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Besondere Anforderungen an die Produktionsplanung und -steuerung in der chemischen und pharmazeutischen Industrie

✍ Scribed by Dr.-Ing. Dirk Schürbüscher; Dipl.-Ing. Werner Metzner; Dr.-Ing. Peter Lempp


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1992
Tongue
German
Weight
881 KB
Volume
64
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Die Markte der chemischen und pharmazeutischen Industrie befinden sich in einer Phase starker Veranderungen. Neben der Verkurzung der Entwicklungszeiten von Produkten bis zur Marktreife stellt die Transparenz der Produktionskosten einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor dar. Rechnergestutzte Materialwirtschafts-und Produktionsplanungs-und Steuerungs (PPS)-Systeme ermoglichen eine verbesserte Planung und Kontrolle der Produktionsablaufe. Fur die diskrete Fertigungsindustrie entwikkelte Losungen sind, wenn uberhaupt, nur nach wesentlichen Modifikationen in der ProzeBindustrie einsetzbar. Dieser Ubersichtsbeitrag beschreibt die bei der Produktionsplanung zu berucksichtigenden Besonderheiten der chemischen und pharmazeutischen Industrie und deren Auswirkung auf den Einsatz von Informationstechnologie .

Special demands on production planning and control in the chemical and pharmaceutical industries. The chemical and pharmaceutical market place is in a phase of structural changes. The decrease of product development times as well as the minimization of production cost are important success factors. Computer based material management and manufacturing planning and control systems also help to improve the efficiency of production. However, systems developed for discrete manufacturing industries are not applicable in chemical and pharmaceutical environments. This paper surveys the specific features of the chemical and pharmaceutical industries concerning production planning and their impact on information technologies.

1 Veranderung des Marktumfelds

Die chemische und pharmazeutische Industrie befindet sich in einer Phase starker Veranderungen (Abb. 1). Die Offnung der Markte sowie der Aufbau neuer Produktionskapazitaten in den Schwellenlandern fuhrt zu verscharften Wettbewerbsbedingungen. Traditionelle Anbietermarkte unterliegen einer Wandlung zum Kaufermarkt.

Die Produktzyklen beschleunigen sich, so daB die Verkdrzung der Entwicklungszeiten von Produkten bis zur Marktreife einen wesentlichen Erfolgs-und Kostenfaktor darstellt. Die notwendige Beherrschung der Produktionskosten sowie die termingerechte und flexible Belieferung der Kunden zwingt zur besseren Kapazitatsauslastung und Senkung der Lagerbestande bei gleichzeitiger Verkiirzung der Durchlaufzeiten. Rechnergestutzte Materialwirtschafts-und PPS-Systeme, in der Fertigungsindustrie gut etabliert, ermoglichen die verbesserte Planung und Kontrolle der Produktionsablaufe. Obwohl zwischen der chemischen Industrie und der Fertigungsindustrie Gemeinsamkeiten bezuglich der Produktdifferenzierung (kundenspezifische vs. Standardprodukte) und der Produktionsart (Werkstattfertigung vs. FlieRproduktion) bestehen [ 11, sind fur die diskrete Fertigungsindustrie entwickelte PPS-Systeme aufgrund spezifischer Eigenschaften der Stoffe und deren Verarbeitung kaum in der chemischen und pharmazeutischen Industrie wie auch in anderen Bereichen der ProzeBindustrie (Nahrungs-und Waschmittel, Raffinerien usw.) einsetzbar.


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