�ber Zwischenf�lle w�hrend der Austauschtransfusion bei Neu-und Fr�hgeborenen
✍ Scribed by Keuth, Ulrich
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1958
- Weight
- 838 KB
- Volume
- 81
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
Die Austauschtrans/usion ist in der Behandlung des Morbus haemoIyticus neonatorum und der Hyperbilirubindmie des Fris (Prophylaxe des Kernikterus ohne Blutgruppenunvertr~glichkeit) allen anderen Ma~nahmen weir fiberlegen. Ihre Unterlassung in naeh den bisherigen Erfahrungen und Regeln indizierten Fiillen ist daher kaum zu verantworten. Dies, obwohl der Eingriff immer noch mit einem gewissen Risi]co verbunden ist. Trotz Verbesserung der Methode gegenfiber den Anfangszeiten kommt es nicht allzu selten noch zu Zwischenfiillen und sogar zum Tod unter der Austauschtransfusion. Beispiel yon BOLA~DE und Mitarbeitern: Bei 26 Austausehtransfusionen an 23 Kindern kam es zu 8 Zwisehenfiillen, davon 6 t5dlichen! Wir selbst erlebten keinen Todesfall, sahen abet 4 Zwiseheafiille, die uns veranlaBten, dieser Frage nachzugehen.
Thrombosen, Embolien, Verletzungen der Venen oder Irritationen des rechten Vorhofes durch den Katheter kommen wohl kaum noch vor. Vielmehr sind die haupts~chlichen Gefahrenmomente die Herzinsu//izienz, die Kaliumund die Citratintoxikation. Gemeinsam ist diesen 3 Komplikationen, die in wechselseitiger Kombination auftreten und sich potenzieren kSnnen, dal~ bei allen das Herz im Vordergrund der kllnisehen Erscheinungen steht, und da~ bei allen der Zeit/aktor (Schnelligkeit der Eim und Ausfuhr) eine bedeutende Rolle spielt.
Herzinsuffizienz
Nach Untersuchungen yon G~AsE~ und K~uT~ besteht beim Kinde bis zu 2 Jahren bereits normalerweise eine geringere Kontraktionskra]t bzw. Belastungs/i~higkeit (nieht Waehstums-bzw. Regenerationsfi~higkeit) des H e rze ns.
Dabei liegen zur Schonung des rasch wachsenden linken Ventrikels (Ho~T) Schlagvolumen und --trotz hoher Frequenz --Minutenvolumen relativ niedrig,
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In den letzten Jahren ist durch die neuen Erkenntnisse in der Gerinnungsphysiologic besondere Aufmerksamkeit den BlutgerinnungsverhKltnissen bei neuund /ri~hgeborenen Kindern geschenkt wordem Trotzdem sind noah viele Vorgiinge ungekl~bt oder rein hypothetiseh, so z. B. die relative Hypercoagulabilit