𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

�ber ein symbiotisches Ph�nomen zwischen ammonverarbeitenden Darmbakterien und einem apathogenen gramnegativen Bakterium in synthetischer N�hrl�sung

✍ Scribed by Linde, K.


Publisher
Springer-Verlag
Year
1959
Weight
622 KB
Volume
32
Category
Article
ISSN
0003-9276

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Bei Kulturversuchen mit Mikroorganismen in solchen synthetischen ~i~hrlSsungen, die aus reinen Kohlenhydraten und Salzen bestehen, werden viele Bakterienarten gut gedeihen, w~hrend andere nut ein schlechtes oder gar kein Wachstum zeigen. Die Ursache liegt in verschieden starkem Wuchs-bzw. Wirkstoffbedarf, den die einzelnen Mikroorganismen zu ihrem Gedeihen benStigen. Anders ausgedrfickt: Die F~higkeit zum Wachstum liegt im SynthesevermSgen der vermutlich fiir allc Organ,smen benStigten Wuchsstoffe, das mit den verschiedenen Keimarten variiert (NIELS-NIELS~ 1945).

In synthGtisehen/q~hrlSsungen l~l~t sich der Wuehsstoffbedarf anspruehsvoller Keime exakt bestimmen, beispielswGise bei den Milchs~urGbakterien, deren Wuehsstoffbedarf an Vitaminen und Aminos~uren gut bekannt ist (HENDERSON U. SNELL 1948). Ebenso wig dig Wuehsstoffe sich als notwendige ehemisehe Substrate erweisen, lassen sich alle symbiotischen Ph~nomene der Organismen unterein~nder ~uf die gegenseitige BGliefGrung mit Wirkstoffen in einem Mange]medium zuriiekffihren. N~I]: KKO (1956) konnte dies experimentell vGransehaulichen und bewies, dab alle symbiotischen Ph~nomene auf ehemische Faktoren zurfickzuffihren sind.

SymbiotisehGn WGchselwirkungen diirfte in der Natur eine gro~e Bedeutung zukommen, sowohl bei den Mikroorganismen untereinander als auch zwischen Mikroorganismen und hSher organisiertem Leben. Naturgem~B sind die Symbiosen letztGrer Art besser erforscht und bek~nnt. Als Beispiel seien die Beziehungen dGr RhizobiGn mit den Leguminosen und das Zusammenleben yon Pilzen mit den Wurzeln h5herer Pflanzen in Form der MycolThiza erw~hnt. Ebenso ist die extreme Abh~tngigkeit gewisser Arthropoden yon spezie]len Bakterien bekannt, die erst diesen Insekten ihr Nahrungsspezialistentum ermSglichen. Eine orientierende Ubersicht fiber die Gemeinsehaft zwischen Pflanze, Tier, Mensch und Einzeller gab kiirzlieh G]~RM]~ (1957).

Es ist Zweck vorliegender Arbeit, einen Beitrag zur Symbiose der

Bak~erien untereinander zu leisten. Bei Adaptationsversuchen in l~ Koser-Saccharose-LSsung bestehend aus : 1,0gNII4112P0 a ~-1,0g K21IP0 t ~-5,0g NaCl ~-0,2g MgS04 (7 II20 ) ~ I000 cm 8 Aqua dest. (in Anlehnung an die IIunger-NiihrbSden


📜 SIMILAR VOLUMES