𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

�ber die Bedeutung sch�digender Umwelteinfl�sse f�r den Krankheitsverlauf der Diphtherie im Kindesalter

✍ Scribed by Rogge, Kurt


Publisher
Springer-Verlag
Year
1948
Weight
565 KB
Volume
66
Category
Article
ISSN
0044-2917

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✦ Synopsis


Wie weit der Verlauf einer I nfektionskrankheit yon der vorwiegend endogen bedingten ,,Grunddisposition", wie weit er andererseits neben sonstigen exogenen Faktoren yon Umwelteinflfissen bestimmt wird, l~iBt sich tinter normalen Lebensverhfiltnissen klinisch kaum unterscheiden. Infolge der schweren gesundheitlich Sch~idige!aden UmwelteinfIfisse der Kriegs-and Nachkriegszeit, haben die exogenen Faktoren abet so an,Oewicht gewonnen, dab ihr EinfluB auf dell Krankheitsablaaf erneut geprtift werden sollte.

Es fragt sich also, ob fiberm~il~ige Strapazen, wie sie z. B. der zwangsweise fliehenden Bev61kerung aus dem Osten Detitschlands auferlegt warden, eine Herabsetzung ihrer ,,Resistenz" in dem Sinne bewirkt babe, da6 eine bestimmte lnfekti0nskrankheit nun anders abl~iuft. Dabei ist yon vornherein anzunehmen, dab sich grtmds~tzlich jede Krankheit verschieden verhaIten und weiterhin auch das LebensaIter des Erkrankten yon Bedeutung sein wird. Meine eigenen Untersuchungen beziehen sich auf die Diphtherie im Kindesalter.

Die Diphterie ist daffir praktisch und theoretisch gut geeignet, weft der akute Beginn den Kranken fast immer rasch dem Arzt und in den allermeisten F~illen dem Krankenhaus zuffihrt. So ist eine gute (Jbersicht fiber die Gesamtheit der Krank-heitsabl~ufe in einem gr66eren Bereich m6glich. Auch theoretisch paint dieDiphtherie ffir solche Untersuchungen, weft in einer Vielzahl yon Arbeiten einiges Licht in die Immunit~itsverh~ltnisse dieser Krankheit hat gebracht werden k6nnen.

Das kindliche Alter eignet sich ffir derartige Untersuchungen nicht nur, weft w~hrend dieser Lebenszeit die Diphtherie am h~ufigsten auftritt, sondern auch, weft die Immunit/~tsverh~iltnisse vielleicht etwas fibersichtlicher sind, da ]a der jugendliche Organismus noch nicht so viel Gelegenheit hatte, sich mit Krankheiten auseinander zu setzen.

Das Zustandekommen der allj~ihrlictlen H~ufigkeitsschwankungen, tier mehr-]~hrigen Verdichtungswellen und der S~ikularwellen ist bisher noch nicht genfigend gekl~trt. Wenn man daffir die jeweils in der Bev61kerung vorhandene Zahl der Emp-f~inglichen verantwortlich gemacht hat, so fragt sich, wie weit diese yon exogenen


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